Das Wesen Gottes macht

Angelus Silesius

1624

Das Wesen Gottes macht, sich keinem Ding gemein, Und muß notwendig doch, auch in den Teufel sein.

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Interpretation

Das Gedicht "Das Wesen Gottes macht" von Angelus Silesius beschäftigt sich mit der Allgegenwart Gottes und der Unmöglichkeit, dass sich das göttliche Wesen mit irgendeinem Ding gemein macht. Der Autor betont, dass Gott nicht mit irgendeinem Ding gleichgesetzt werden kann, da sein Wesen einzigartig und unvergleichlich ist. In den folgenden Zeilen wird jedoch eine paradoxe Aussage getroffen, indem der Autor behauptet, dass Gott "auch in den Teufel sein" muss. Diese Aussage mag auf den ersten Blick widersprüchlich erscheinen, da der Teufel als das personifizierte Böse gilt und somit im Gegensatz zu Gott steht. Doch Angelus Silesius möchte damit ausdrücken, dass Gott in allem existiert, auch in den Dingen, die als böse oder negativ angesehen werden. Er ist allgegenwärtig und durchdringt somit auch die dunkelsten Aspekte der Schöpfung. Die Aussage des Dichters regt zum Nachdenken über die Natur Gottes und seine Beziehung zur Welt an. Sie verdeutlicht die Idee, dass Gott nicht nur in den offensichtlich Guten und Schönen zu finden ist, sondern auch in den vermeintlich Bösen und Hässlichen. Angelus Silesius lädt den Leser dazu ein, über die Komplexität und Vielschichtigkeit der göttlichen Präsenz nachzudenken und die Grenzen menschlicher Vorstellungskraft zu überwinden.

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Stilmittel

Alliteration
Das Wesen Gottes macht, sich keinem Ding gemein
Kontrast
sich keinem Ding gemein, Und muß notwendig doch, auch in den Teufel sein
Paradox
Das Wesen Gottes macht, sich keinem Ding gemein, Und muß notwendig doch, auch in den Teufel sein.