Das Weib

Salomon Gessner

unknown

Du Mann, sieh diese Ros am Bach, Wie lächelnd sie sich bückt, Die nächste Welle küsset sie, Sie küßt sie und verschwindt, Und weil die zweite Welle noch Froh nach dem Kusse hüpft, So hebt die dritte schmachtend schon, Ihr silbern Haubt empor.

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Interpretation

Das Gedicht "Das Weib" von Salomon Gessner beschreibt die Vergänglichkeit und die flüchtige Natur der Liebe und des Lebens. Es verwendet die Metapher einer Rose am Bach, die von den Wellen geküsst wird, um diese Themen zu veranschaulichen. Die erste Welle küsst die Rose und verschwindet, was den plötzlichen Verlust oder das Ende einer Beziehung symbolisieren könnte. Die zweite Welle hüpft noch froh nach dem Kuss, was auf die anfängliche Freude und das Glück in einer Beziehung hindeuten könnte. Doch dann hebt die dritte Welle schmachtend ihr silbernes Haupt empor, was auf die Sehnsucht und das Verlangen nach der verlorenen Liebe hinweisen könnte. Insgesamt vermittelt das Gedicht eine melancholische Stimmung und regt zum Nachdenken über die Vergänglichkeit und die Unbeständigkeit der Liebe an. Es zeigt, wie schnell etwas Schönes und Wertvolles verloren gehen kann und wie sehr man danach sehnen kann.

Schlüsselwörter

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Stilmittel

Metapher
Du Mann, sieh diese Ros am Bach
Personifikation
Ihr silbern Haubt empor