Das Wasser

Christian Morgenstern

1911

Ohne Wort, ohne Wort rinnt das Wasser immerfort! andernfalls, andernfalls spräch es doch nichts andres als:

Bier und Brot, Lieb und Treu, - und das wäre auch nicht neu. Dieses zeigt, dieses zeigt, daß das Wasser besser schweigt.

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Interpretation

Das Gedicht "Das Wasser" von Christian Morgenstern handelt von der Stille und Beständigkeit des Wassers. Morgenstern betont, dass das Wasser ohne Worte immerfort fließt. Er stellt sich vor, was das Wasser sagen würde, wenn es sprechen könnte. Es würde nur über Bier und Brot, Liebe und Treue sprechen - Dinge, die bereits oft besprochen wurden. Das Gedicht legt nahe, dass das Wasser besser daran tut, still zu bleiben, anstatt sich in belanglose Gespräche zu verlieren. Morgenstern verwendet das Wasser als Metapher für die Tugend der Stille und die Weisheit, nicht alles auszusprechen. Das Wasser fließt ruhig und beharrlich, ohne Aufhebens oder unnötige Worte. Es deutet an, dass manchmal Schweigen wertvoller ist als leeres Gerede über alltägliche Dinge. Das Gedicht regt zum Nachdenken über die Bedeutung von Zurückhaltung und die Kraft der Stille an.

Schlüsselwörter

wort wasser andernfalls zeigt rinnt immerfort spräch andres

Wortwolke

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Stilmittel

Anapher
Ohne Wort, ohne Wort
Aufzählung
Bier und Brot, Lieb und Treu
Kontrast
Ohne Wort, ohne Wort rinnt das Wasser immerfort! andernfalls, andernfalls
Metapher
das Wasser
Rhetorische Frage
spräch es doch nichts andres als:
Schlussfolgerung
daß das Wasser besser schweigt