Das treue Paar
1839Zwei Liebste waren so traurig Uud gingen viel allein, Sie sind zusammen ertrunken Zu Nacht im tiefen Rhein.
Man hat sie beide gefunden Weit unten im fremden Land, Sie hielten sich noch umschlungen Und Niemand hat sie erkannt.
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Interpretation
Das Gedicht "Das treue Paar" von Martin Greif handelt von zwei Liebenden, die auf tragische Weise ihr Leben beenden. Die Stimmung ist von Anfang an von Traurigkeit und Einsamkeit geprägt, da die Liebenden "viel allein" gehen. Ihr Schicksal ist besiegelt, als sie sich gemeinsam in den Rhein stürzen und ertrinken. Die nächtliche Stunde und die Tiefe des Flusses verstärken die düstere Atmosphäre. Die Entdeckung der Leichen in einem fremden Land verstärkt das Gefühl der Isolation und des Unverständnisses. Obwohl die Liebenden noch umschlungen sind, ein Zeichen ihrer unerschütterlichen Zuneigung, bleiben sie unerkannt. Dies könnte darauf hindeuten, dass ihre Liebe so einzigartig und tief war, dass sie von außen nicht verstanden werden konnte. Alternativ könnte es auch bedeuten, dass ihre Identität im Tod verloren ging, was die Endgültigkeit ihres Schrittes unterstreicht. Das Gedicht endet mit einer tiefen Tragik, da die Liebenden, obwohl sie zusammen gestorben sind, in der Anonymität verharren. Ihre Geschichte bleibt unerzählt, ihre Namen unbekannt. Dies könnte als Kommentar zur Vergänglichkeit des Lebens und der Liebe dienen, oder als Kritik an einer Gesellschaft, die die individuellen Schicksale ihrer Mitglieder nicht wahrnimmt oder wertschätzt.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Alliteration
- Weit unten im fremden Land
- Metapher
- Sie hielten sich noch umschlungen
- Personifikation
- Zwei Liebste waren so traurig
- Symbolik
- Zu Nacht im tiefen Rhein