Das Tannenbäumchen

Jakob Loewenberg

1856

Im Wald, unter hohen Buchen versteckt, hat sich ein Tannenbäumchen gereckt. ”Ich steh so ganz im Dunkel hier, keine Sonne, kein Sternlein kommt zu mir, hört nur die anderen davon sagen, ich darf mich nicht vom Platze wagen. Ach, ist das eine traurige Geschicht′, und ständ so gern auch mal im Licht!”

Hoch durch den weiten Weltenraum verloren flog ein goldner Traum, flog hin und her im Lichtgefieder und dacht: Wo laß ich heut mich nieder? Ist wo ein Hüttchen dunkel und arm? Hat wo ein Seelchen Kummer und Harm, dem ich auf meinen leuchtenden Schwingen könnt heute eine Freude bringen? –

Das Bäumchen steht in Licht und Schein. Wie mag das wohl gekommen sein?

Das Gedicht als Bild, zum Downloaden und Teilen

Illustration zu Das Tannenbäumchen

Interpretation

Das Gedicht "Das Tannenbäumchen" von Jakob Loewenberg erzählt die Geschichte eines kleinen

Schlüsselwörter

dunkel licht flog wald hohen buchen versteckt tannenbäumchen

Wortwolke

Wortwolke zu Das Tannenbäumchen

Stilmittel

Bedingung
Ich steh so ganz im Dunkel hier, keine Sonne, kein Sternlein kommt zu mir, hört nur die anderen davon sagen, ich darf mich nicht vom Platze wagen.
Frage
Hat wo ein Seelchen Kummer und Harm?
Kontrast
Das Bäumchen steht in Licht und Schein. Wie mag das wohl gekommen sein?
Metapher
Hoch durch den weiten Weltenraum verloren flog ein goldner Traum.
Personifikation
dem ich auf meinen leuchtenden Schwingen könnt heute eine Freude bringen?