Das Ständchen

Joseph von Eichendorff

1788

Auf die Dächer zwischen blassen Wolken scheint der Mond herfür, Ein Student dort auf der Gassen Singt vor seiner Liebsten Tür.

Und die Brunnen rauschen wieder Durch die stille Einsamkeit, Und der Wald vom Berge nieder, Wie in alter, schöner Zeit.

So in meinen jungen Tagen Hab ich manche Sommernacht Auch die Laute hier geschlagen Und manch lustges Lied erdacht.

Aber von der stillen Schwelle Trugen sie mein Lieb zur Ruh - Und du, fröhlicher Geselle, Singe, sing nur immer zu!

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Illustration zu Das Ständchen

Interpretation

Das Gedicht "Das Ständchen" von Joseph von Eichendorff beschreibt eine romantische Szene, in der ein Student vor der Tür seiner Liebsten singt. Der Mond scheint auf die Dächer zwischen blassen Wolken, und die Brunnen rauschen durch die stille Einsamkeit. Der Wald fließt vom Berge herab, wie in alten, schönen Zeiten. Der Sprecher des Gedichts erinnert sich an seine eigenen jungen Tage, als er in Sommernächten die Laute geschlagen und lustige Lieder erdacht hat. Er erinnert sich daran, wie seine Lieder von der stillen Schwelle seiner Liebsten zur Ruhe getragen wurden. Er ermutigt den fröhlichen Gesellen, weiterhin zu singen und zu singen, und wünscht ihm Glück und Erfolg bei seiner Liebeswerbung. Das Gedicht vermittelt eine Atmosphäre von Romantik, Sehnsucht und Nostalgie. Es zeigt die Schönheit der Natur und die Kraft der Musik, die Menschen in ihrer Liebe und Sehnsucht verbindet. Es erinnert uns daran, wie wichtig es ist, die kleinen Momente des Glücks und der Freude im Leben zu schätzen und zu genießen.

Schlüsselwörter

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Wortwolke

Wortwolke zu Das Ständchen

Stilmittel

Alliteration
Singt vor seiner Liebsten Tür
Anapher
Und die Brunnen rauschen wieder / Und der Wald vom Berge nieder
Apostrophe
Und du, fröhlicher Geselle, / Singe, sing nur immer zu!
Metapher
Die 'Laute' als Symbol für die Liebe und die Jugend
Personifikation
Der Mond 'scheint' auf die Dächer
Vergleich
Wie in alter, schöner Zeit