Das Simmaleins
1871Das ist das große Simmaleia Simmaleialu lusammalei.
Der Stein ist ein, der Brei ist zwei, die Schlei ist drei, der Stier ist vier, der Bünf ist fünf, die Hex ist sechs, was blieben ist sieben.
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Interpretation
Das Gedicht "Das Simmaleins" von Christian Morgenstern ist eine spielerische und humorvolle Auseinandersetzung mit der Mathematik und Sprache. Durch die Verwendung von Nonsens-Wörtern wie "Simmaleia", "Simmaleialu" und "lusammalei" wird die traditionelle Mathematik auf eine absurde und unterhaltsame Weise präsentiert. Die Zahlen von eins bis sieben werden mit verschiedenen Gegenständen und Wesen assoziiert, wie Stein, Brei, Schlei, Stier, Bünf, Hex und einer unbestimmten Entität. Diese ungewöhnlichen Kombinationen erzeugen eine surreale und phantasievolle Atmosphäre. Die Struktur des Gedichts folgt einem einfachen und klaren Muster, das an ein Kinderreim erinnert. Die kurzen Zeilen und die Wiederholung des Wortes "ist" schaffen einen rhythmischen und eingängigen Klang. Die Verwendung von Reimen wie "zwei" und "drei", "vier" und "Bünf" sowie "sechs" und "sieben" verstärkt den musikalischen Charakter des Gedichts und macht es leicht merkbar. Durch die Kombination von Mathematik, Sprache und Fantasie lädt das Gedicht den Leser dazu ein, die Welt auf eine andere Weise zu betrachten. Es regt die Vorstellungskraft an und ermutigt dazu, über den Tellerrand hinauszuschauen. Die absurden Assoziationen und die spielerische Verwendung von Sprache zeigen, dass Mathematik und Zahlen nicht immer ernst und trocken sein müssen, sondern auch als Quelle für Kreativität und Humor dienen können.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Alliteration
- Simmaleialu
- Anapher
- Der Stein ist ein, der Brei ist zwei, die Schlei ist drei, der Stier ist vier, der Bünf ist fünf, die Hex ist sechs
- Klangfiguren
- Simmaleialu
- Neologismus
- Simmaleialu, lusammalei