Das Schlachtfeld
1744Sanft schläft der Helden Schaar, die hier zur Ruhe sank; Es segnet Ihre Gruft des Vaterlandes Dank. So oft der Lenz mit Thau bethränet Ihr heiliges Gebein verschönet, Entblüht mehr Anmut seinem Pfad, Als je der Fuß der Fantasei betrat.
Nachts tönt von Feenhand der Todtenklocke Klang Und Luftgebild erhebt den leisen Grabgesang. Die Ehr’ in grauer Pilgerhülle Weiht oft der Rasenhügel Stille; Die ernste Freiheit wählt hinfort Als trauernde Einsiedlerin den Ort.
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Interpretation
Das Gedicht "Das Schlachtfeld" von Heinrich Christian Boie ist ein lyrisches Werk, das den Helden und ihrem Opfer für das Vaterland gedenkt. Es beschreibt die friedliche Ruhe der gefallenen Krieger und die Anerkennung, die ihnen vom Vaterland zuteil wird. Das Gedicht zeichnet ein Bild von der Schönheit und dem Respekt, der den Helden auch nach ihrem Tod entgegengebracht wird. In den ersten beiden Strophen wird die Szenerie eines Schlachtfeldes beschrieben, auf dem die Helden in Frieden ruhen. Der Frühling kommt und verschönert ihre Gräber mit Tau und Blumen, was die Anmut und Schönheit des Ortes symbolisiert. In der dritten und vierten Strophe wird die nächtliche Atmosphäre beschrieben, in der Feen die Totenglocke läuten und Luftgebilde einen leisen Grabgesang anstimmen. Die Ehr' in grauer Pilgerhülle besucht oft den Hügel und die ernste Freiheit wählt den Ort als trauernde Einsiedlerin. Dies deutet auf die Verehrung und den Respekt hin, den die Helden auch nach ihrem Tod erfahren. Das Gedicht "Das Schlachtfeld" von Heinrich Christian Boie ist ein eindringliches Werk, das die Opferbereitschaft und den Mut der Helden ehrt. Es beschreibt die friedliche Ruhe der gefallenen Krieger und die Anerkennung, die ihnen vom Vaterland zuteil wird. Das Gedicht vermittelt eine Atmosphäre von Schönheit und Respekt, die den Helden auch nach ihrem Tod entgegengebracht wird.
Schlüsselwörter
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Stilmittel
- Alliteration
- Die Wiederholung des 'S' in 'Sanft schläft der Helden Schaar' erzeugt einen sanften Klang, der den Frieden der Gefallenen unterstreicht.
- Bildsprache
- Die Beschreibung des Frühlings, der mit Tau die Gräber verschönert, erzeugt ein lebendiges Bild der Erneuerung und des Gedenkens.
- Hyperbel
- Die Anmut, die auf dem Schlachtfeld blüht, wird als größer beschrieben als alles, was die Fantasie je betreten hat.
- Metapher
- Die 'Freiheit' wird als 'trauernde Einsiedlerin' beschrieben, die den Ort als Zufluchtsort wählt.
- Personifikation
- Die 'Ehr' wird als eine in 'grauer Pilgerhülle' gekleidete Person dargestellt, die den Ort besucht.
- Symbolik
- Die 'Todtenklocke' symbolisiert den Tod und das Gedenken an die Gefallenen.