Das Ruhekissen der Verlassenen

Wilhelm Müller

1906

An des Meeres Klippenstrande such ich nach dem harten Stein, Den dein Fuß zuletzt betreten, als du stiegst ins Boot hinein. Will ihn als ein Ruhekissen legen auf mein krankes Herz, Daß kein weicher Traum der Liebe es betrüg um seinen Schmerz.

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Interpretation

Das Gedicht "Das Ruhekissen der Verlassenen" von Wilhelm Müller handelt von der Sehnsucht und dem Schmerz eines verlassenen Liebenden. Der Sprecher sucht nach einem harten Stein am Meeresufer, den der geliebte Mensch zuletzt betreten hat, bevor er in ein Boot stieg und ging. Dieser Stein soll als Ruhekissen für das kranke Herz des Sprechers dienen, um den Schmerz der verlorenen Liebe zu spüren und nicht von weichen Träumen der Liebe getäuscht zu werden. Das Gedicht beschreibt die tiefe Trauer und Verzweiflung des Sprechers, der den Verlust seiner Liebe nicht ertragen kann. Die Suche nach dem Stein symbolisiert die Suche nach einem greifbaren Beweis für die Existenz der verlorenen Liebe. Der Stein soll als Erinnerungsstück dienen und den Schmerz des Verlustes aufrechterhalten, anstatt von Illusionen getröstet zu werden. Die Verwendung von Bildern wie dem harten Stein und dem kranken Herzen vermittelt die Härte und die emotionale Verletzlichkeit des Sprechers. Das Gedicht drückt die tiefe Sehnsucht nach dem Geliebten aus und die Unfähigkeit, den Schmerz des Verlustes zu überwinden. Es ist ein eindringliches Plädoyer für die Akzeptanz des Schmerzes und die Bewahrung der Erinnerung an die verlorene Liebe.

Schlüsselwörter

meeres klippenstrande such harten stein fuß zuletzt betreten

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Stilmittel

Alliteration
Betrüg um seinen Schmerz
Metapher
An des Meeres Klippenstrande such ich nach dem harten Stein
Personifikation
daß kein weicher Traum der Liebe es betrüg um seinen Schmerz
Symbolik
den harten Stein als Ruhekissen