Das Problem

Christian Morgenstern

1871

Der Zwölf-Elf kam auf sein Problem und sprach: “Ich heiße unbequem. Als hieß′ ich etwa Drei-Vier statt Sieben - Gott verzeih mir!”

Und siehe da, der Zwölf-Elf nannt sich von jenem Tag ab Dreiundzwanzig.

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Illustration zu Das Problem

Interpretation

Das Gedicht "Das Problem" von Christian Morgenstern handelt von einem Zwölf-Elf, das mit seinem Namen unzufrieden ist. Es beschwert sich darüber, dass sein Name unbequem sei und wünscht sich stattdessen einen einfacheren Namen wie Drei-Vier. Das Zwölf-Elf bittet um Vergebung für seinen Wunsch nach einem neuen Namen. Am Ende des Gedichts wird das Problem des Zwölf-Elfs gelöst, indem es sich von nun an Dreiundzwanzig nennt. Dies zeigt, dass das Zwölf-Elf seinen Wunsch nach einem einfacheren Namen erfüllt hat und nun mit seinem neuen Namen zufrieden ist. Das Gedicht verdeutlicht die menschliche Neigung, nach Veränderungen zu streben und sich nach etwas Besserem zu sehnen.

Schlüsselwörter

zwölf elf kam problem sprach heiße unbequem hieß

Wortwolke

Wortwolke zu Das Problem

Stilmittel

Bildsprache
Gott verzeih mir
Metapher
Ich heiße unbequem
Personifikation
Der Zwölf-Elf kam auf sein Problem
Symbolik
Dreiundzwanzig
Vergleich
Als hieß′ ich etwa Drei-Vier statt Sieben