Das Nichts

Erich Kurt Mühsam

1904

Ich sah durch ein hohes, goßes Loch. Ist Nichts darin? - Doch! scholl es. - Doch! Und ich suchte und suchte und grub nach dem Nichts. - Da quoll aus dem Loch eine Garbe Lichts. - Ich habe das Nichts gefunden, - Und mir um die Stirn gewunden.

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Illustration zu Das Nichts

Interpretation

Das Gedicht "Das Nichts" von Erich Kurt Mühsam handelt von der paradoxen Suche nach dem Nichts. Der Sprecher blickt durch ein großes Loch und fragt sich, ob sich darin nichts befindet. Die Antwort "Doch! scholl es. - Doch!" deutet darauf hin, dass das Nichts doch etwas ist, eine eigenständige Entität. Getrieben von dieser Erkenntnis beginnt der Sprecher, nach dem Nichts zu suchen und zu graben. In seiner Suche stößt der Sprecher auf eine "Garbe Lichts", die aus dem Loch quillt. Dieses Licht symbolisiert möglicherweise die Erkenntnis oder die Erleuchtung, die der Sprecher durch seine Suche nach dem Nichts erlangt hat. Das Licht steht im Kontrast zum Nichts und verdeutlicht die Ambivalenz und Widersprüchlichkeit des Konzepts. Letztendlich findet der Sprecher das Nichts und wickelt es um seine Stirn. Diese Handlung kann als eine Art geistige Auseinandersetzung mit dem Nichts interpretiert werden. Der Sprecher hat das Nichts gefunden und integriert es in sein Denken und seine Wahrnehmung. Das Gedicht regt zum Nachdenken über die Natur des Nichts an und stellt die Frage, ob das Nichts tatsächlich etwas ist oder ob es nur eine Abwesenheit von etwas ist.

Schlüsselwörter

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Wortwolke

Wortwolke zu Das Nichts

Stilmittel

Anapher
Und ich suchte und suchte und grub nach dem Nichts
Metapher
Da quoll aus dem Loch eine Garbe Lichts
Wortwiederholung
Doch! - Doch!