Das Loben ist uns unbequem...
unknownDas Loben ist und unbequem, Das Schelten ist so angenehm, und gibt es nicht so viel zu schelten? Nicht wahr, Prophet, du läßt es gelten? Nisami: Im Namen Allahs rede ich: Sich lobt, wer lobt; wer schilt, schilt sich.
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Interpretation
Das Gedicht "Das Loben ist uns unbequem..." von Ernst von Feuchtersleben beschäftigt sich mit der menschlichen Neigung zur Kritik und dem Unbehagen, das Lob auszusprechen. Der Dichter beginnt mit einer klaren Aussage: Das Loben fällt den Menschen schwer, während das Schelten oder Kritisieren angenehm ist. Diese Feststellung wird durch die rhetorische Frage verstärkt, die die Fülle an Anlässen zum Kritisieren betont. Der Hinweis auf den Propheten deutet an, dass selbst religiöse oder moralische Autoritäten das Kritisieren als akzeptabel erachten könnten. Der zweite Teil des Gedichts führt einen Zitat von Nisami ein, einem perschischen Dichter und Mystiker. Hier wird die Perspektive erweitert, indem die Idee eingeführt wird, dass das Loben und Kritisieren eine reflexive Wirkung hat. Wer lobt, lobt sich selbst, und wer schilt, schilt sich selbst. Dies impliziert, dass unsere Worte und Handlungen gegenüber anderen auch eine Auswirkung auf unser eigenes Selbstbild und unsere Beziehungen haben. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das Gedicht eine tiefgründige Reflexion über die menschliche Natur und die Macht der Worte bietet. Es fordert den Leser auf, sich bewusst zu werden, wie seine eigenen Worte und Handlungen nicht nur andere, sondern auch sich selbst beeinflussen. Das Gedicht regt zur Selbstreflexion an und ermutigt dazu, mehr Wert auf das Loben und weniger auf das Kritisieren zu legen, um ein positives Selbstbild und harmonische Beziehungen zu fördern.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Anspielung
- Nicht wahr, Prophet, du läßt es gelten?
- Kontrast
- Das Loben ist und unbequem, Das Schelten ist so angenehm
- Rhetorische Frage
- und gibt es nicht so viel zu schelten?
- Zitat
- Nisami: Im Namen Allahs rede ich: Sich lobt, wer lobt; wer schilt, schilt sich.