Das Laub, das im Sommer so rauschend sang
1867Das Laub, das im Sommer so rauschend sang, Das Laub ist von den Bäumen gestiegen. Voll stiller Blätter, gelb und braun, Liegen noch stiller die stillen Wege.
Wie Duft von tausend Küssen und Tränen Schweben Nässen über den Blättern, Über den tausend herben Blättern, Die nun sterben.
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Interpretation
Das Gedicht "Das Laub, das im Sommer so rauschend sang" von Max Dauthendey beschreibt den Übergang vom Sommer zum Herbst. Es beginnt mit der Beschreibung des Laubs, das im Sommer lebendig und voller Klang war, aber nun von den Bäumen gefallen ist. Die Wege sind mit gelbem und braunem Laub bedeckt, was auf die Stille und Ruhe des Herbstes hinweist. Im zweiten Teil des Gedichts wird eine metaphorische Ebene eingeführt. Der Dichter vergleicht den Nebel, der über den Blättern schwebt, mit dem Duft von tausend Küssen und Tränen. Dieser Vergleich verleiht der Szene eine emotionale Tiefe und deutet auf eine gewisse Melancholie hin. Die "tausend herben Blätter" unterstreichen die Vielzahl der Blätter und ihre bittere Natur, da sie nun sterben. Das Gedicht endet mit dem Hinweis auf den Tod der Blätter. Dies kann als Symbol für den natürlichen Kreislauf des Lebens und des Todes interpretiert werden. Die Blätter, die einst voller Leben und Klang waren, müssen nun sterben, um Platz für neues Leben zu machen. Dieses Thema der Vergänglichkeit und des Wandels ist ein häufiges Motiv in der Lyrik und verleiht dem Gedicht eine tiefere Bedeutungsebene.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Alliteration
- Voll stiller Blätter, gelb und braun
- Anapher
- Das Laub, das im Sommer so rauschend sang, Das Laub ist von den Bäumen gestiegen.
- Bildsprache
- Schweben Nässen über den Blättern, Über den tausend herben Blättern
- Metapher
- Wie Duft von tausend Küssen und Tränen
- Personifikation
- Das Laub, das im Sommer so rauschend sang