Das Lämmechen
1903In Wolfenbüttel wohnt ein Lamm, Das hat ganz schwarze Haare; Meint ihr, es brauche einen Kamm? I Gott bewahre!
Aber mein Lämmechen Braucht ein Kämmechen, Braucht ein Schwämmechen, Läßt sich nix verdrießen, Setzt sein neues Käppechen auf, Will mal Koppkegel schießen!
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Interpretation
Das Gedicht "Das Lämmechen" von Paula Dehmel erzählt von einem schwarzhäutigen Lamm, das in Wolfenbüttel lebt. Die ersten Zeilen stellen die Frage, ob das Lamm einen Kamm brauche, was mit einem entschiedenen "I Gott bewahre!" beantwortet wird. Dies deutet darauf hin, dass das Lamm als zu schwarz und unordentlich wahrgenommen wird, um einen Kamm zu benötigen. Der zweite Teil des Gedichts beschreibt jedoch, wie das Lamm sich um sein Äußeres kümmert. Es besitzt ein Kämmchen, ein Schwämmchen und ein neues Käppchen, mit denen es sich pflegt und schmückt. Das Lamm lässt sich durch nichts verdrießen und setzt seinen neuen Hut auf, um Koppkegel zu spielen. Dies zeigt, dass das Lamm trotz seiner schwarzen Haare stolz auf sein Äußeres ist und sich nicht von Vorurteilen beirren lässt. Die Verwendung von Diminutivformen wie "Lämmechen", "Kämmechen" und "Käppchen" verleiht dem Gedicht einen kindlichen und verspielten Ton. Die Wiederholung dieser Formen betont die liebevolle und beschützende Haltung gegenüber dem Lamm. Das Gedicht vermittelt eine positive Botschaft über Selbstakzeptanz und das Überwinden von Vorurteilen.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Alliteration
- Braucht ein Kämmechen, Braucht ein Schwämmechen
- Anapher
- Aber mein Lämmechen
- Personifikation
- Läßt sich nix verdrießen
- Sprachspiel
- Koppkegel schießen