Das kranke Herz
1808Es gibt nicht leicht an schönern Stand Als was a Dokter is, Wo no an Kranken z′ helfen is, Da hilft der Dokter gwiß.
Für jeden is er, wer da will, Für jeden, der no lebt, Für jeden, fehlt im no so viel, Der Dokter hat′s Rezept.
Und was a rechter Dokter is, Der kon a no viel mehr, A so a Dokter, der kuriert Zivil und Militär.
So sagens! Hilft aber der für alls, Für alles, was oan fehlt? ′s gibt ja allerhand so I.eid Und Krankheit in der Welt.
A Krankheit is ′s a net so fast, Woran mein Herz so leidt, ′s is eigentlich - i woas net was - So a Beklommenheit.
Ach Gott, mir bringt koa Dokter Hilf, Und elend geh i z′grund; De Doktor, ach, den find i net, Der mi macht endli gsund!
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Interpretation
Das Gedicht "Das kranke Herz" von Franz Carl Spitzweg handelt von der Hilflosigkeit und Verzweiflung, die entsteht, wenn man an einer Krankheit leidet, die nicht mit herkömmlichen medizinischen Mitteln behandelt werden kann. Der Sprecher beklagt, dass es für jede körperliche Krankheit einen Arzt gibt, der ein Rezept hat und helfen kann, aber für die Krankheit seines Herzens, die er als Beklommenheit beschreibt, findet er keine Hilfe. Er fühlt sich elend und geht zugrunde, da er den Arzt nicht finden kann, der ihn endgültig gesund macht. Das Gedicht verwendet eine einfache, volkstümliche Sprache und einen gereimten Vierzeiler, um die Gefühle des Sprechers auszudrücken. Der Ton ist melancholisch und resigniert, da der Sprecher keine Hoffnung auf Heilung hat. Die Krankheit des Herzens wird als etwas beschrieben, das nicht genau definiert werden kann, aber dennoch sehr real und schmerzhaft ist. Die Struktur des Gedichts spiegelt die Gefühle des Sprechers wider. Die ersten Strophen beschreiben die Rolle des Arztes und wie er für jede Krankheit ein Rezept hat, aber dann wird die Krankheit des Herzens eingeführt und der Ton ändert sich zu Verzweiflung und Hoffnungslosigkeit. Die letzte Strophe drückt die tiefe Traurigkeit des Sprechers aus, da er keine Hilfe findet und zugrunde geht.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Alliteration
- Für jeden is er, wer da will
- Hyperbel
- De Doktor, ach, den find i net, Der mi macht endli gsund!
- Metapher
- Es gibt nicht leicht an schönern Stand Als was a Dokter is
- Personifikation
- wo no an Kranken z′ helfen is
- Reimschema
- AABB
- Wiederholung
- Für jeden is er, wer da will, Für jeden, der no lebt, Für jeden, fehlt im no so viel