Das Herz

Maria Luise Weissmann

1929

Öfter ein Morgen, die sanfthinfließende Kühle, Oder ein Mittag verweilt. Trifft dich der Schatten der Nacht. Oft auch ein Abend, gelehnt in die bläulichen Hänge: Immer tönt dir der Schritt des ruhlosen Wanderers fern.

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Illustration zu Das Herz

Interpretation

Das Gedicht "Das Herz" von Maria Luise Weissmann handelt von den verschiedenen Tageszeiten und ihrer Wirkung auf das menschliche Gemüt. Die sanfte Kühle des Morgens und der Schatten der Nacht werden als Momente der Ruhe und Besinnung beschrieben. Der Abend, gelehnt in die bläulichen Hänge, symbolisiert eine Zeit der Entspannung und des Innehaltens. Im zweiten Teil des Gedichts wird der "ruhlose Wanderer" erwähnt, dessen Schritt stets im Hintergrund zu hören ist. Dieser Wanderer könnte als Metapher für das unruhige Herz oder die unaufhaltsame Zeit stehen, die ständig in Bewegung ist und nie zur Ruhe kommt. Die Wiederholung des Wortes "immer" unterstreicht die beständige Präsenz dieses Wanderers. Insgesamt vermittelt das Gedicht eine melancholische Stimmung, in der die Schönheit der Natur mit der inneren Unruhe des Menschen kontrastiert wird. Es regt zum Nachdenken über die Vergänglichkeit der Zeit und die ewige Suche nach Ruhe und Zufriedenheit an.

Schlüsselwörter

öfter morgen sanfthinfließende kühle mittag verweilt trifft schatten

Wortwolke

Wortwolke zu Das Herz

Stilmittel

Bildsprache
lehn in die bläulichen Hänge
Metapher
Trifft dich der Schatten der Nacht
Personifikation
Trifft dich der Schatten der Nacht
Symbolik
Schritt des ruhlosen Wanderers