Das Haus Österreich

Friedrich Freiherr von Logau

1605

Ihr Töchter Hesperi, nicht rühmt die goldnen Früchte! Zweyträchtiges Geschlecht der Bäume, bleib vom Lichte, Du und Alcinous! Die Epicurus hegte, Auch die Mäcenas baut, und die Lucanus pflegte, Ihr Gärt und Gärtner all, ihr seyd mit Ruhm zu schonen: Der Garten Österreich trägt lauter Käyser-Kronen.

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Interpretation

Das Gedicht "Das Haus Österreich" von Friedrich Freiherr von Logau ist eine Huldigung an die Habsburger Dynastie und ihre Macht. Der Autor verwendet dabei eine Metapher aus der griechischen Mythologie, um die Bedeutung des Hauses Österreich zu unterstreichen. Im ersten Teil des Gedichts wird auf die Hesperiden, die Töchter des Atlas, Bezug genommen. Diese waren in der griechischen Mythologie für den Anbau von goldenen Äpfeln bekannt. Der Autor fordert sie auf, ihre Früchte nicht zu rühmen, da das Haus Österreich noch bedeutender ist. Im zweiten Teil des Gedichts wird das Haus Österreich mit einem Garten verglichen, der von bedeutenden Persönlichkeiten wie Epicurus, Maecenas und Lucanus gepflegt wird. Der Autor betont, dass diese Persönlichkeiten zwar Ruhm verdienen, aber der Garten Österreich noch bedeutender ist, da er lauter Kaiserkronen trägt. Dies symbolisiert die Macht und den Einfluss der Habsburger Dynastie.

Schlüsselwörter

töchter hesperi rühmt goldnen früchte zweyträchtiges geschlecht bäume

Wortwolke

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Stilmittel

Allusion
Hesperi, Alcinous, Epicurus, Mäcenas, Lucanus
Anapher
Ihr Gärt und Gärtner all, ihr seyd mit Ruhm zu schonen
Apostrophe
Ihr Töchter Hesperi, nicht rühmt die goldnen Früchte!
Metapher
Der Garten Österreich trägt lauter Käyser-Kronen
Personifikation
Die Epicurus hegte, Auch die Mäcenas baut, und die die Lucanus pflegte