Das gute Schaf

Paul Scheerbart

unknown

Du bist mein Schaf; Ich bin dir niemals böse. Und er ist baff; Er schaut ins Weltgekröse. Du bist mein Schaf, Erlöse ihn, erlöse Auch mich von dem Getöse Der auferstandnen Jugendzeit; Sie steht vor mir im Leichenkleid.

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Illustration zu Das gute Schaf

Interpretation

Das Gedicht "Das gute Schaf" von Paul Scheerbart ist eine tiefgründige und metaphorische Betrachtung über das Verhältnis zwischen dem Ich-Sprecher und dem Schaf. Das Schaf wird als ein treues und unschuldiges Wesen dargestellt, dem der Sprecher nie böse ist. Dies deutet auf eine enge und vertrauensvolle Beziehung hin. Der zweite Vers "Und er ist baff" bezieht sich vermutlich auf eine dritte Person, die überrascht oder verwirrt auf die Situation reagiert. Die Zeilen "Er schaut ins Weltgekröse" und "Erlöse ihn, erlöse auch mich von dem Getöse" lassen auf eine Art von Erlösung oder Befreiung schließen. Das Schaf wird aufgefordert, sowohl den verwirrten Mann als auch den Sprecher selbst von dem Lärm der vergangenen Jugendzeit zu erlösen. Dies könnte als ein Wunsch nach Ruhe und Frieden interpretiert werden, weg von den Turbulenzen und Unsicherheiten der Vergangenheit. Die letzte Zeile "Sie steht vor mir im Leichenkleid" ist besonders eindringlich. Die vergangene Jugendzeit wird als eine Gestalt in einem Leichentuch dargestellt, die vor dem Sprecher steht. Dies könnte als eine Art von Konfrontation mit der Vergangenheit interpretiert werden, die nun als etwas Totes und Überwundenes erscheint. Das Gedicht endet mit einer düsteren, aber auch befreienden Note, die den Leser zum Nachdenken über die Vergänglichkeit der Zeit und die Möglichkeit der Erlösung anregt.

Schlüsselwörter

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Wortwolke

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Stilmittel

Alliteration
Er ist baff
Anapher
Du bist mein Schaf
Kontrast
Sie steht vor mir im Leichenkleid
Metapher
Weltgekröse
Personifikation
Sie steht vor mir im Leichenkleid