Das Glück
1815Hat wer von Glück gesprochen? Ist gar ein schönes Wort, Dem Ohr ist es verklungen, Dem Herzen hallt es fort.
Wie eine holde Sage, Vom Glauben fromm geweiht, So wie ein reizend Mährchen Aus längst vergangner Zeit.
Es weckt so süße Ahnung Wo es die Herzen traf, Und wiegt auch große Kinder Zuweilen noch in Schlaf.
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Interpretation
Das Gedicht "Das Glück" von Auguste Kurs thematisiert die flüchtige und doch nachhaltige Natur des Glücks. Es beginnt mit der Frage, wer von Glück gesprochen hat, und beschreibt das Wort als etwas Schönes, das sowohl im Ohr als auch im Herzen widerhallt. Das Glück wird mit einer lieblichen Sage oder einem charmanten Märchen aus längst vergangener Zeit verglichen, was seine zeitlose und beinahe mythische Qualität unterstreicht. Die zweite Strophe vertieft diese Vorstellung, indem sie das Glück als etwas beschreibt, das süße Ahnungen weckt, wo immer es die Herzen berührt. Es hat die Kraft, selbst große Kinder – was metaphorisch für Erwachsene stehen könnte – manchmal in Schlaf zu wiegen. Dies deutet darauf hin, dass das Glück eine beruhigende und tröstende Wirkung hat, die uns in eine Art sanften Schlummer versetzt, weg von den Sorgen des Alltags. Insgesamt vermittelt das Gedicht eine romantische und nostalgische Sicht auf das Glück. Es wird als etwas fast Magisches dargestellt, das tief in uns wirkt und uns in eine Welt der Träume und Hoffnungen entführt. Das Glück wird als eine Kraft beschrieben, die uns berührt und uns in einen Zustand der Ruhe und Zufriedenheit versetzt, ähnlich wie ein Märchen, das uns in den Schlaf wiegt.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Hyperbel
- Und wiegt auch große Kinder Zuweilen noch in Schlaf.
- Metapher
- Wie eine holde Sage, Vom Glauben fromm geweiht, So wie ein reizend Mährchen Aus längst vergangner Zeit.
- Personifikation
- Dem Ohr ist es verklungen, Dem Herzen hallt es fort.