Das Gesetz
1813Was ich will vom Gesetz? Es soll das Höchste verlangen, Was der Beste vermag, wenn er die Kraft nur gebraucht. So beschützt es die Welt vorm Bösen und steht auch dem Guten Gegen sich selber bei, wenn ihn die Stunde versucht.
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Interpretation
Das Gedicht "Das Gesetz" von Friedrich Hebbel thematisiert die Idee eines idealen Gesetzes, das die höchstmöglichen moralischen Ansprüche an die Menschen stellt. Hebbel fordert, dass das Gesetz das Höchste verlangen soll, was der Beste unter den Menschen zu leisten vermag, wenn er seine Kraft einsetzt. Damit wird ein Gesetz vorgeschlagen, das über das Durchschnittliche hinausgeht und die besten menschlichen Fähigkeiten und Tugenden fördert. Das Gedicht betont die schützende Funktion eines solchen Gesetzes für die Gesellschaft. Indem es das Höchste verlangt, schützt es die Welt vor dem Bösen, indem es die Menschen zu ihrem Besten anspornt und sie dazu bringt, ihre moralischen Fähigkeiten zu nutzen. Gleichzeitig bietet dieses Gesetz auch dem Guten Schutz, indem es ihm beisteht, wenn er in Versuchung gerät oder in einer schwierigen Stunde steht. Das Gesetz wird somit als eine Art moralischer Kompass dargestellt, der die Menschen auf den richtigen Weg führt und sie vor Fehlentscheidungen bewahrt. Insgesamt vermittelt das Gedicht eine optimistische Sicht auf die menschliche Natur und die Möglichkeit, durch ein anspruchsvolles Gesetz das Beste in den Menschen hervorzubringen. Es betont die Bedeutung von moralischen Idealen und die Notwendigkeit, sich selbst und andere zu Höchstleistungen anzuspornen. Das Gedicht regt zum Nachdenken über die Rolle von Gesetzen in der Gesellschaft und die Verantwortung des Einzelnen an, sich für das Gute einzusetzen und das Böse zu bekämpfen.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Bildlichkeit
- wenn ihn die Stunde versucht
- Hyperbel
- Was ich will vom Gesetz? Es soll das Höchste verlangen
- Kontrast
- und steht auch dem Guten Gegen sich selber bei
- Metapher
- Was der Beste vermag, wenn er die Kraft nur gebraucht
- Personifikation
- So beschützt es die Welt vorm Bösen