Das gemeinsame Schicksal

Friedrich von Schiller

1796

Siehe, wir hassen, wir streiten, es trennet uns Neigung und Meinung; Aber es bleichet indes dir sich die Locke, wie mir.

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Interpretation

Das Gedicht "Das gemeinsame Schicksal" von Friedrich von Schiller handelt von der Vergänglichkeit des Lebens und der Einheit aller Menschen im Angesicht des Todes. Trotz aller Differenzen und Konflikte, die Menschen trennen, sind sie letztlich durch das gleiche Schicksal verbunden. Die ersten Zeilen des Gedichts betonen die Trennung und den Hass, der zwischen Menschen herrschen kann. Neigungen und Meinungen führen zu Streit und Entfremdung. Doch mitten in diesen Konflikten wird die Gemeinsamkeit der Menschen deutlich: "Aber es bleichet indes dir sich die Locke, wie mir." Die grauen Haare sind ein Symbol für das Altern und die Vergänglichkeit des Lebens. Schiller verdeutlicht, dass alle Menschen, unabhängig von ihren Differenzen, dem gleichen Schicksal unterliegen. Das Altern und der Tod sind unausweichlich und machen alle Menschen gleich. Das Gedicht ruft dazu auf, die Gemeinsamkeiten zu erkennen und die Konflikte zu überwinden, da am Ende alle das gleiche Schicksal teilen.

Schlüsselwörter

siehe hassen streiten trennet neigung meinung bleichet indes

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Stilmittel

Kontrast
Siehe, wir hassen, wir streiten, es trennet uns Neigung und Meinung; Aber es bleichet indes dir sich die Locke, wie mir
Metapher
es bleichet indes dir sich die Locke, wie mir
Parallelismus
Siehe, wir hassen, wir streiten, es trennet uns Neigung und Meinung