Das Fischermädchen
1851Steht auf sand′gem Dünenrücken Eine Fischerhütt′ am Strand; Abendrot und Netze schmücken Wunderlich die Giebelwand.
Drinnen spinnt und schnurrt das Rädchen, Blaß der Mond ins Fenster scheint, Still am Herd das Fischermädchen Denkt des letzten Sturms und - weint.
Und es klagen ihre Tränen: »Weit der Himmel, tief die See, Doch noch weiter geht mein Sehnen, Und noch tiefer ist mein Weh.«
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Interpretation
Das Gedicht "Das Fischermädchen" von Theodor Fontane handelt von einem jungen Mädchen, das in einer Fischerhütte am Strand lebt. Die Stimmung ist melancholisch und traurig, was durch die Abendrot- und Netze-Schmückung sowie die blaue Mondschein-Stimmung unterstrichen wird. Im zweiten Abschnitt wird das Mädchen beim Spinnen und Nachdenken gezeigt, während es am Herd sitzt und an den letzten Sturm denkt. Die Tränen des Mädchens spiegeln ihre Sehnsucht und ihr Leid wider, was durch den Vergleich von Himmel und See noch verstärkt wird. Das Gedicht endet mit den Klagen des Mädchens, in denen sie ihre Sehnsucht und ihr Leid zum Ausdruck bringt. Die Weite des Himmels und die Tiefe des Meeres symbolisieren die unendliche Natur ihrer Sehnsucht und ihres Leids, was dem Gedicht eine tiefe emotionale Dimension verleiht.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Hyperbel
- Doch noch weiter geht mein Sehnen, Und noch tiefer ist mein Weh
- Kontrast
- Weit der Himmel, tief die See, Doch noch weiter geht mein Sehnen
- Metapher
- Weit der Himmel, tief die See
- Personifikation
- Blaß der Mond ins Fenster scheint
- Symbolik
- Netze schmücken Wunderlich die Giebelwand