Das eigensinnige Schwein

Johannes Trojan

1883

Das Schwein, das Schwein, das steckt so recht Voll Trotz und Eigensinn. Wohin man’s gerne haben möcht’, Da will’s durchaus nicht hin. Drum, soll es vorwärts, zieht man fein Am Schwänzlein es zurück; Und dass ein Schwänzlein ist am Schwein, Das ist ein wahres Glück!

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Interpretation

Das Gedicht "Das eigensinnige Schwein" von Johannes Trojan beschreibt die störrische Natur eines Schweins, das sich nicht gerne lenken lässt und immer das Gegenteil von dem tut, was von ihm erwartet wird. Das Schwein wird als Symbol für Eigensinn und Widerstandsfähigkeit dargestellt, das sich gegen die Wünsche und Absichten anderer auflehnt. Der zweite Teil des Gedichts offenbart eine paradoxe Lösung für das Problem des eigensinnigen Schweins. Indem man am Schwanz des Schweins zieht, wird es dazu gebracht, vorwärts zu gehen. Diese unkonventionelle Methode verdeutlicht, dass manchmal unerwartete oder gegenintuitive Ansätze notwendig sind, um mit störrischen oder unkooperativen Personen oder Situationen umzugehen. Das Gedicht endet mit der Feststellung, dass es ein "wahres Glück" ist, dass ein Schwein einen Schwanz hat. Diese Aussage kann als humorvolle Anerkennung der Tatsache interpretiert werden, dass selbst in scheinbar lästigen oder schwierigen Situationen ein positiver Aspekt gefunden werden kann. Das Vorhandensein des Schwanzes ermöglicht es, das Schwein zu lenken, was letztlich als Glück betrachtet wird.

Schlüsselwörter

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Stilmittel

Antithese
Wohin man's gerne haben möcht', Da will's durchaus nicht hin
Ironie
Das Glück, dass ein Schwein ein Schwänzlein hat, wird ironisch betont
Metapher
Das Schwänzlein wird als Glück bezeichnet
Personifikation
Das Schwein wird als eigensinnig und trotzig beschrieben, als hätte es menschliche Eigenschaften
Reimschema
AABB
Wiederholung
Das Schwein, das Schwein