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Das Brot ernährt dich nicht

Von

Das Brot ernährt dich nicht:
Was dich im Brote speist;
Ist Gottes ew′ges Wort,
Ist Leben und ist Geist.

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Gedicht: Das Brot ernährt dich nicht von Angelus Silesius

Kurze Interpretation des Gedichts

Das Gedicht „Das Brot ernährt dich nicht“ von Angelus Silesius ist eine kurze, prägnante Aussage über die wahre Quelle der spirituellen Nahrung des Menschen. Es beginnt mit der Feststellung, dass das materielle Brot allein den Menschen nicht wirklich ernährt, was implizit eine Betonung der körperlichen Bedürfnisse im Gegensatz zu den seelischen oder geistigen Bedürfnissen darstellt. Diese Eröffnung dient als Ausgangspunkt für die folgende Erläuterung.

Der zweite und dritte Vers lenken die Aufmerksamkeit auf die wahre Essenz der Ernährung: „Was dich im Brote speist; / Ist Gottes ew′ges Wort“. Hier wird eine Analogie hergestellt. So wie das Brot als physische Substanz den Körper erhält, so nährt das „ew’ge Wort Gottes“ die Seele und den Geist. Dies deutet auf die Bedeutung von Glauben, spiritueller Erkenntnis und der göttlichen Lehre hin. Die Aussage stellt somit die materielle Welt der spirituellen Welt gegenüber und hebt die Vorrangigkeit des Geistigen hervor.

Die abschließenden Zeilen, „Ist Leben und ist Geist“, verstärken die Botschaft. Das „ew’ge Wort Gottes“ wird mit Leben und Geist gleichgesetzt, wodurch dessen zentrale Bedeutung für das menschliche Dasein verdeutlicht wird. Diese Gegenüberstellung betont die transzendente Natur der spirituellen Erfahrung und die tiefe Verbindung zwischen dem Glauben, dem Leben und der geistigen Entwicklung. Das Gedicht schließt mit einer klaren Botschaft, dass wahre Erfüllung und wahres Leben aus einer Quelle jenseits der materiellen Welt kommen.

Insgesamt ist das Gedicht eine klare und einfache Metapher, die die Bedeutung des Glaubens, der Spiritualität und des göttlichen Wortes für das menschliche Leben unterstreicht. Es lädt den Leser dazu ein, über die oberflächlichen Bedürfnisse der materiellen Welt hinauszublicken und die tieferen, spirituellen Aspekte des Lebens zu erkennen und zu schätzen. Die Kürze und Schlichtheit des Gedichts verstärken seine Wirkung, indem sie die wesentliche Botschaft direkt und einprägsam vermitteln.

Weitere Informationen

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Lizenz und Verwendung

Dieses Gedicht fällt unter die „public domain“ oder Gemeinfreiheit. Gemeinfreiheit bedeutet, dass ein Werk nicht (mehr) durch Urheberrechte geschützt ist und daher von allen ohne Erlaubnis des Urhebers frei genutzt, vervielfältigt und verbreitet werden darf. Sie tritt meist nach Ablauf der gesetzlichen Schutzfrist ein, z. B. 70 Jahre nach dem Tod des Autors. Weitere Informationen dazu finden sich hier.