Das Blut
1943Wie ein Kranker, den das Fieber Heiß gemacht und aufgeregt, Sich herüber und hinüber Auf die andre Seite legt -
So die Welt. Vor Haß und Hader Hat sie niemals noch geruht. Immerfort durch jede Ader Tobt das alte Sünderblut.
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Interpretation
Das Gedicht "Das Blut" von Wilhelm Busch beschreibt die Welt als einen fiebernden Kranken, der unruhig hin und her wälzt. Der Vergleich mit einem Fiebernden, der von Hitze und Aufregung geplagt wird, verdeutlicht die Unruhe und Rastlosigkeit der Welt. Die Welt wird als ein Ort des Hasses und Streits dargestellt, der niemals Ruhe findet. Das "alte Sünderblut", das durch alle Adern tobt, symbolisiert die angeborene Sündhaftigkeit und die ständige Bereitschaft zum Streit und Konflikt. Das Gedicht zeichnet ein düsteres Bild der Menschheit, das von Zwietracht und Unfrieden geprägt ist. Die Welt wird als ein Ort dargestellt, an dem Hass und Streit allgegenwärtig sind und die Menschen in einem Zustand der Unruhe und Aufgewühltheit leben. Die Metapher des fiebernden Kranken unterstreicht die Intensität dieser Unruhe und die Unfähigkeit der Welt, zur Ruhe zu kommen. Das "alte Sünderblut" deutet auf eine angeborene Neigung zum Bösen und zur Sünde hin, die die Menschheit seit Anbeginn der Zeit begleitet. Die Sprache des Gedichts ist bildhaft und eindringlich. Die Verwendung von Metaphern und Vergleichen trägt zur Intensivierung der Aussage bei. Die Wiederholung des Wortes "herüber und hinüber" unterstreicht die Unruhe und Rastlosigkeit der Welt. Das Gedicht vermittelt eine pessimistische Sicht auf die Menschheit und die Welt, die von Konflikten und Zwietracht geprägt ist.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Metapher
- Immerfort durch jede Ader Tobt das alte Sünderblut.
- Personifikation
- Vor Haß und Hader Hat sie niemals noch geruht.
- Vergleich
- Wie ein Kranker, den das Fieber Heiß gemacht und aufgeregt, Sich herüber und hinüber Auf die andre Seite legt - So die Welt.