Das Angenehme dieser Welt
1843Das Angenehme dieser Welt hab’ ich genossen, Die Jugendstunden sind, wie lang! wie lang! verflossen, April und Mai und Julius sind ferne, Ich bin nichts mehr, ich lebe nicht mehr gerne!
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Das Angenehme dieser Welt hab ich genossen, Der Jugend Freuden sind, wie lang, wie lang verflossen, April und Mai und Junius sind ferne, Ich bin nichts mehr, ich lebe nicht mehr gerne.
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Interpretation
Das Gedicht "Das Angenehme dieser Welt" von Friedrich Hölderlin handelt von der Vergänglichkeit des Lebens und der Freude. Der Sprecher reflektiert über die vergangenen Jahre, in denen er die angenehmen Dinge des Lebens genossen hat. Die Jugendstunden sind wie lang und lang verflossen, und die Monate April, Mai und Juli sind weit entfernt. Der Sprecher fühlt sich leer und lebt nicht mehr gerne. Das Gedicht drückt eine tiefe Melancholie und Resignation aus. Der Sprecher scheint in einer Phase der Lebensmitte oder des Alters zu sein, in der er sich der Vergänglichkeit des Lebens bewusst wird. Die Erwähnung der Monate April, Mai und Juli könnte darauf hindeuten, dass der Sprecher die Jahreszeiten des Lebens durchlaufen hat und nun in einer Phase der Winterruhe oder des Winters angekommen ist. Das Gedicht endet mit der Aussage "Ich bin nichts mehr, ich lebe nicht mehr gerne." Dies könnte als Ausdruck von Verzweiflung oder Resignation interpretiert werden. Der Sprecher scheint sich von der Welt abgewandt zu haben und keinen Sinn mehr im Leben zu sehen. Das Gedicht vermittelt eine tiefgründige Botschaft über die Vergänglichkeit des Lebens und die Notwendigkeit, die Freude und Schönheit des Augenblicks zu schätzen, solange wir noch die Möglichkeit dazu haben.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Anapher
- Der Wiederholung von "wie lang" in der zweiten Zeile
- Hyperbel
- Die Übertreibung in "wie lang! wie lang!" zur Betonung der vergangenen Zeit
- Metapher
- Die Zeit als etwas Flüchtiges, das "verflossen" ist
- Personifikation
- Die Monate April, Mai und Juli werden als ferne Wesen dargestellt