Deine Berge sie blühn in parthenopäischer Fülle,
Südliche Lüfte, wie froh grüßt′ euch mein Auge, mein Herz!
Ja, hier bin ich bezaubert, und wär′s auch ein Wunder, vom Meere
Lockt ja die griechische Fee mich in ihr magisches Netz.
Cori
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Kurze Interpretation des Gedichts
Das Gedicht „Cori“ von Wilhelm Friedrich Waiblinger ist eine kurze, aber intensive Liebeserklärung an eine südliche, vermutlich italienische Landschaft und die damit verbundenen romantischen Gefühle des lyrischen Ichs. Der Dichter beschreibt seine Entzückung über die Schönheit der Natur und die sinnliche Atmosphäre, die ihn in ihren Bann zieht. Die ersten beiden Zeilen etablieren sofort eine Verbindung zur blühenden Natur und den warmen, einladenden Lüften des Südens. Diese unmittelbare Freude am Anblick und am Gefühl der Umgebung deutet auf ein tiefes Gefühl der Sehnsucht und des Ankommens an einem Ort, der als Idealbild dient.
Die Zeilen drei und vier verstärken dieses Gefühl der Verzauberung und setzen die Szene in einen Kontext von Mythologie und Verführung. Das lyrische Ich beschreibt sich selbst als „bezaubert“, was die Macht der Umgebung, seine Sinne und sein Gemüt zu erobern, unterstreicht. Die „griechische Fee“, die er als Ursache dieser Verzauberung nennt, ist ein poetisches Bild, das die Landschaft mit einer weiblichen, verführerischen Figur in Verbindung bringt. Dies impliziert eine Verknüpfung von Sinnlichkeit, Schönheit und der Gefahr, sich in einem magischen Netz zu verfangen. Es ist ein Gefühl von Hingabe und dem Wunsch, sich der überwältigenden Anziehungskraft hinzugeben.
Die Verwendung des Wortes „Wunder“ in Verbindung mit der Verzauberung deutet auf eine übernatürliche Qualität der Erfahrung hin. Dies verstärkt den Eindruck, dass der Dichter von einer Macht beeinflusst wird, die über das rein Natürliche hinausgeht. Die „griechische Fee“ symbolisiert die Verlockungen und die Schönheit des Südens, die den Dichter in ihren Bann ziehen und ihn in ein magisches Netz verstricken. Dies kann als Metapher für die romantische Liebe oder die Sehnsucht nach einem idealen Ort interpretiert werden, der das Herz des Dichters erobert hat.
Insgesamt ist das Gedicht ein Ausdruck der romantischen Sehnsucht und des Verlangens nach einer idealisierten, sinnlichen Welt. Waiblinger nutzt dabei die Bilder der Natur und der Mythologie, um die Gefühle des lyrischen Ichs auf lebendige Weise auszudrücken. Das Gedicht fängt die Intensität der ersten Liebe und die Faszination für eine schöne Umgebung ein und lässt den Leser an der emotionalen Reise des Dichters teilhaben. Es ist ein Loblied auf die Schönheit und die Verführungskraft der Natur und der romantischen Liebe, das in wenigen Zeilen eine tiefe emotionale Wirkung erzielt.
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Lizenz und Verwendung
Dieses Gedicht fällt unter die „public domain“ oder Gemeinfreiheit. Gemeinfreiheit bedeutet, dass ein Werk nicht (mehr) durch Urheberrechte geschützt ist und daher von allen ohne Erlaubnis des Urhebers frei genutzt, vervielfältigt und verbreitet werden darf. Sie tritt meist nach Ablauf der gesetzlichen Schutzfrist ein, z. B. 70 Jahre nach dem Tod des Autors. Weitere Informationen dazu finden sich hier.
