Colosseum

Wilhelm Friedrich Waiblinger

1804

Einst ereiferten sich auf weiter Arena die Bestien. Heut zu Tage dafür eifern die Prediger drin.

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Illustration zu Colosseum

Interpretation

Das Gedicht "Colosseum" von Wilhelm Friedrich Waiblinger thematisiert den Wandel der Nutzung des antiken Amphitheaters in Rom. Es kontrastiert die frühere Funktion als Ort blutiger Tierkämpfe mit der heutigen Verwendung als Raum für religiöse Predigten. Das Gedicht verdeutlicht den gesellschaftlichen Wandel von der heidnischen Antike zum christlichen Mittelalter. Wo einst die Römer sich an grausamen Tierhetzen ergötzten, finden nun christliche Prediger Gehör. Dies symbolisiert den Übergang von einer Kultur der Gewalt und des Spektakels zu einer des Glaubens und der Lehre. Waiblinger nutzt das Bild des Colosseum als Metapher für den Wandel der menschlichen Werte und Bestrebungen. Das Gedicht regt zum Nachdenken über den Fortschritt der Zivilisation und die Veränderung gesellschaftlicher Normen im Laufe der Zeit an. Es wirft die Frage auf, ob die heutige Nutzung des Colosseum als religiöser Ort tatsächlich eine Verbesserung gegenüber seiner früheren Funktion darstellt.

Schlüsselwörter

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Stilmittel

Gegenüberstellung
Einst ereiferten sich auf weiter Arena die Bestien. / Heut zu Tage dafür eifern die Prediger drin.
Metapher
Einst ereiferten sich auf weiter Arena die Bestien.