Civitella
1804Felsen hast du genug, und umher gewaltig Gebirge, Hernikern nicht, du gehörst fast nur den Lüften hier an. Großes erblickst du, erhab′nes hier, und ist es dir möglich Arm mit den Armen zu sein, bleibe getrost auf dem Berg.
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Interpretation
Das Gedicht "Civitella" von Wilhelm Friedrich Waiblinger beschreibt eine einsame, bergige Landschaft, die von Felsen und gewaltigen Gebirgen geprägt ist. Die Stimmung ist von einer fast übermächtigen Natur bestimmt, die den Menschen klein erscheinen lässt. Die Umgebung wird als "fast nur den Lüften hier an" gehörend beschrieben, was eine gewisse Unberührtheit und Abgelegenheit dieser Gegend betont. Die Natur wird als groß und erhaben dargestellt, was eine Bewunderung und Ehrfurcht vor der Umgebung ausdrückt. Die zweite Strophe spricht den Leser direkt an und fordert ihn auf, mit den Armen eins zu sein. Dies kann sowohl im wörtlichen Sinne als "arm" als auch im übertragenen Sinne als bescheiden und demütig verstanden werden. Die Aufforderung, "bleibe getrost auf dem Berg", deutet darauf hin, dass man in der Einsamkeit und Abgeschiedenheit der Berge Ruhe und Sicherheit finden kann, wenn man sich auf diese Weise verhält. Es wird eine Art moralische Lektion vermittelt, die die Einfachheit und Bescheidenheit als Tugenden preist. Insgesamt vermittelt das Gedicht eine tiefe Verbundenheit mit der Natur und eine philosophische Betrachtung über das menschliche Dasein inmitten einer übermächtigen Umgebung. Es lädt den Leser ein, die Schönheit und Erhabenheit der Natur zu erkennen und in dieser Erkenntnis einen inneren Frieden zu finden. Die Landschaft wird somit nicht nur als physischer Ort, sondern auch als Spiegel für die menschliche Seele dargestellt.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Hyperbel
- Felsen hast du genug, und umher gewaltig Gebirge
- Imperativ
- bleibe getrost auf dem Berg
- Metapher
- du gehörst fast nur den Lüften hier an
- Personifikation
- Hernikern nicht