Cincinn

Friedrich von Hagedorn

1724

Es lassen sich Cincinn und seines Lächelns Kunst, In früher Gegenwart, bei Hofe täglich sehen, Und hieraus schließest du, er müsse recht in Gunst Bei herrschenden Ministern stehen; Doch durch sein Dasein wird uns das nicht offenbart: Erkennt man Christen bester Art Allein an ihrem Kirchengehen?

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Interpretation

Das Gedicht "Cincinn" von Friedrich von Hagedorn handelt von der scheinbaren Beliebtheit und dem Einfluss einer Person namens Cincinn am Hofe. Es wird beschrieben, wie Cincinn und seine Kunst des Lächelns täglich in der frühen Gegenwart am Hof zu sehen sind. Aus dieser äußeren Erscheinung schließt der Betrachter, dass Cincinn bei den herrschenden Ministern in Gunst stehen muss. Jedoch offenbart sich die wahre Natur und der tatsächliche Einfluss von Cincinn nicht allein durch sein Dasein am Hofe. Das Gedicht stellt die Frage, ob man die besten Christen allein an ihrem Kirchengehen erkennen kann. Es impliziert, dass äußere Erscheinungen und Verhaltensweisen nicht immer den wahren Charakter oder die tatsächliche Position einer Person widerspiegeln. Das Gedicht regt zum Nachdenken über die Oberflächlichkeit von Urteilen an, die allein auf äußeren Eindrücken basieren. Es fordert den Leser auf, über die wahren Qualitäten und den Einfluss einer Person nachzudenken, anstatt sich auf oberflächliche Merkmale oder Verhaltensweisen zu verlassen.

Schlüsselwörter

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Stilmittel

Bildsprache
bei Hofe täglich sehen
Ironie
Erkennt man Christen bester Art allein an ihrem Kirchengehen?
Kontrast
Doch durch sein Dasein wird uns das nicht offenbart
Metapher
Cincinn und seines Lächelns Kunst
Rhetorische Frage
Erkennt man Christen bester Art allein an ihrem Kirchengehen?