Chloe im Bade
1758Ich habe Chloen im Bade gesehn, Sie war - - wie sehr war sie nicht schön! Sie stand wie eine der Göttinnen da, Die Paris auf dem Ida sah.
Wie eine Lilje im reinen Crystall, So glänzte Chloe überall. Ich sah - - doch nein, geblendet zu sehr, Sah ich ganz außer mir nicht mehr.
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Interpretation
Das Gedicht "Chloe im Bade" von Christian Felix Weiße beschreibt die Bewunderung des lyrischen Ichs für eine Frau namens Chloe, die beim Baden gesehen wird. Die Schönheit Chloes wird mit der von Göttinnen verglichen, was ihre göttliche Erscheinung unterstreicht. Der Vergleich mit einer Lilie im Kristallwasser verdeutlicht ihre Reinheit und Anmut. Die Erinnerung an die griechische Mythologie, in der Paris die Schönheit der Göttinnen auf dem Berg Ida beurteilen musste, verstärkt die Idee, dass Chloes Schönheit überirdisch und beinahe unbeschreiblich ist. Die Verwendung von Auslassungspunkten im Gedicht deutet auf eine überwältigende Schönheit hin, die den Sprecher sprachlos macht. Das Gedicht endet mit der Aussage, dass der Sprecher durch Chloes Anblick so geblendet war, dass er "ganz außer sich" war. Dies betont die überwältigende Wirkung ihrer Schönheit, die den Sprecher in einen Zustand der Verzückung oder des Staunens versetzt. Die kurzen, prägnanten Zeilen tragen zur Intensität der Beschreibung bei und lassen den Leser an der Ehrfurcht des Sprechers teilhaben.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Bildsprache
- Sie stand wie eine der Göttinnen da, Die Paris auf dem Ida sah
- Hyperbel
- Ich sah - - doch nein, geblendet zu sehr, Sah ich ganz außer mir nicht mehr
- Metapher
- Sie war - - wie sehr war sie nicht schön!
- Vergleich
- Wie eine Lilje im reinen Crystall