Cephalocereus Senilis
unknownAuch diesem weißen Haar entstiegest Du Unfaßbar, ein verhangenes Gesicht. Ich beugte mich ganz überstürzt ihm zu Von einem fremden vielgespaltnen Licht
Und sah darin Dich lange Wege schreiten, Wechselnd gewandt in wechselndes Geschick, Und sah Dich in die ungelebten Zeiten Eingehn. Es losch mir der gesenkte Blick
Zuweilen so, daß Du wie in den Weihern Ein Wolkenbild, ein fast verlornes, schwanktest. Ich schlug das Auge auf aus seinen Schleiern
In das Bestimmte wieder. Und ich sah Dir folgend ferne: Wohin Du gelangtest, Stand meine Liebe groß und wartend da.
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Interpretation
Das Gedicht "Cephalocereus Senilis" von Maria Luise Weissmann handelt von der Erfahrung, in den weißen Haaren eines Menschen ein vertrautes, aber verhülltes Gesicht zu erkennen. Der Sprecher beugt sich eilig zu diesem Gesicht hinab, das von einem fremden, vielfach gespaltenen Licht erhellt wird. In diesem Gesicht sieht er den Geliebten auf langen Wegen wandeln, sich in wechselnden Schicksalen wandeln und in ungelebte Zeiten eintreten. Manchmal erlischt der gesenkte Blick des Sprechers, sodass der Geliebte wie ein fast verlorenes Wolkenbild in den Weihern schwankt. Der Sprecher schlägt das Auge auf aus seinen Schleiern und sieht wieder ins Bestimmte. Er folgt dem Geliebten in die Ferne, und wo dieser hinkommt, steht seine Liebe groß und wartend da. Das Gedicht ist eine Meditation über die Vergänglichkeit der Zeit und die Beständigkeit der Liebe. Der Cephalocereus Senilis, auch als "Greisenkopf" bezeichnet, ist eine Kakteenart, die für ihr weißes, haarähnliches Äußeres bekannt ist. In diesem Gedicht wird er zu einem Symbol für die Vergänglichkeit des Lebens und die Unausweichlichkeit des Todes. Der Sprecher erkennt in den weißen Haaren ein vertrautes Gesicht, das von einem fremden, vielfach gespaltenen Licht erhellt wird. Dieses Licht könnte als Symbol für die Vergänglichkeit der Zeit und die Unausweichlichkeit des Todes interpretiert werden. Der Sprecher sieht den Geliebten auf langen Wegen wandeln, sich in wechselnden Schicksalen wandeln und in ungelebte Zeiten eintreten. Dies könnte als Symbol für die Vergänglichkeit des Lebens und die Unausweichlichkeit des Todes interpretiert werden. Der Sprecher folgt dem Geliebten in die Ferne, und wo dieser hinkommt, steht seine Liebe groß und wartend da. Dies könnte als Symbol für die Beständigkeit der Liebe interpretiert werden, die auch den Tod überdauert. Das Gedicht ist in freien Versen geschrieben und verwendet eine Vielzahl von Bildern und Symbolen. Die Sprache ist bildhaft und eindringlich, und die Stimmung ist nachdenklich und melancholisch. Das Gedicht ist eine eindringliche Meditation über die Vergänglichkeit der Zeit und die Beständigkeit der Liebe.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Metapher
- Und sah Dir folgend ferne: Wohin Du gelangtest, Stand meine Liebe groß und wartend da
- Personifikation
- Von einem fremden vielgespaltnen Licht
- Vergleich
- Daß Du wie in den Weihern Ein Wolkenbild, ein fast verlornes, schwanktest