Canova (1)
1804Großer Bildner, es öffnete dir die verschlossene Vorwelt, Deinem gelichteten Blick, alles verborgene Gold. Liebliche Rundung und Fülle, die sinnliche Lust und die Weichheit, Ueppige Formen und Reiz nahmst du in Menge heraus.
Anhören
Das Gedicht als Bild, zum Downloaden und Teilen

Interpretation
Das Gedicht "Canova (1)" von Wilhelm Friedrich Waiblinger ist eine Hommage an den Bildhauer Antonio Canova. Es preist Canovas Fähigkeit, die verborgene Schönheit der Antike zu entdecken und in seinen Werken zum Ausdruck zu bringen. Der Dichter beschreibt Canova als einen "großen Bildner", der mit seinem "gelichteten Blick" die "verschlossene Vorwelt" durchdringt und das "verborgene Gold" freilegt. In den folgenden Zeilen geht Waiblinger auf Canovas künstlerische Vorlieben ein. Er betont die "liebliche Rundung und Fülle", die "sinnliche Lust und Weichheit" sowie die "üppigen Formen und Reiz", die Canova in seinen Skulpturen verewigte. Diese Attribute verweisen auf den charakteristischen Stil des Künstlers, der durch sinnliche, idealisierte Darstellungen von Körpern gekennzeichnet ist. Das Gedicht endet mit der Feststellung, dass Canova diese ästhetischen Qualitäten in großer Zahl aus der Antike herausnahm und in seinen eigenen Werken neu erschuf. Auf diese Weise verlieh er der klassischen Schönheit eine neue Gestalt und trug zur Wiederbelebung des antiken Geistes in der Kunst bei.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Alliteration
- Liebliche Rundung und Fülle
- Hyperbel
- Liebliche Rundung und Fülle, die sinnliche Lust und die Weichheit
- Metapher
- Deinem gelichteten Blick, alles verborgene Gold
- Personifikation
- Großer Bildner, es öffnete dir die verschlossene Vorwelt