Bücher-menge
1605Deß Bücherschreibens ist so viel; man schreibet sie mit hauffen. Niemand wird Bücher schreiben mehr, so niemand sie wird kauffen.
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Interpretation
Das Gedicht "Bücher-menge" von Friedrich Freiherr von Logau thematisiert die Überproduktion von Büchern im 17. Jahrhundert. Logau kritisiert die inflationäre Menge an Büchern, die zu dieser Zeit geschrieben und veröffentlicht wurden. Er deutet an, dass die Fülle an Büchern dazu führen könnte, dass niemand mehr Bücher kaufen wird, da der Markt übersättigt ist. In den beiden Versen des Gedichts verwendet Logau eine klare und prägnante Sprache, um seine Kritik zu verdeutlichen. Er beschreibt die Bücher als in "hauffen" geschrieben, was die Massenproduktion und den Mangel an Qualität unterstreicht. Der zweite Vers stellt eine ironische Vorhersage dar, dass niemand mehr Bücher schreiben wird, wenn niemand sie kauft, was die Absurdität der Situation betont. Logaus Gedicht spiegelt die Bedenken seiner Zeit wider, in der der Buchdruck zu einer schnellen und einfachen Verbreitung von Texten führte. Die Kritik an der Überproduktion von Büchern ist ein frühes Beispiel für die Sorge um die Qualität von Literatur im Angesicht ihrer Quantität. Das Gedicht regt zum Nachdenken über den Wert und die Bedeutung von Büchern in einer Zeit an, in der sie leicht verfügbar sind.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Hyperbel
- Deß Bücherschreibens ist so viel; man schreibet sie mit hauffen.
- Reim
- Deß Bücherschreibens ist so viel; man schreibet sie mit hauffen. Niemand wird Bücher schreiben mehr, so niemand sie wird kauffen.