Budapest im Mai
1901O! Ihr holden Maiennächte! Tanzen, singen, süße Geigen! Wird dies sein mein letzter Reigen? O! Wer mir die Wahrheit brächte! O! Wie wir im Auto beben, die Allee voll Fliederduft. Blindes Haar weht in der Luft Und so trinke ich das Leben Hier im Mai in Budapest. Autofahrt im Maienmorgen, ganz berauscht und ohne Sorgen. So genieße ich den Rest.
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Interpretation
Das Gedicht "Budapest im Mai" von Emmy Hennings beschreibt eine sinnliche und emotionale Erfahrung in der Stadt Budapest während des Monats Mai. Die Autorin feiert die Schönheit und den Zauber der Maiennächte, die von Tanzen, Singen und süßen Geigenklängen geprägt sind. Die Frage "Wird dies sein mein letzter Reigen?" deutet auf eine gewisse Melancholie und die Ahnung hin, dass diese Momente vergänglich sein könnten. Die Beschreibung der Autofahrt durch die Alleen Budapests, erfüllt vom Duft der Flieder und dem wehenden Haar, vermittelt ein Gefühl von Freiheit und Leichtigkeit. Die Zeile "Und so trinke ich das Leben hier im Mai in Budapest" symbolisiert die Intensität und das bewusste Genießen des gegenwärtigen Moments. Die Autorin scheint sich in einem Zustand der Rauschhaftigkeit zu befinden, berauscht von der Schönheit der Natur und der Stadt. Der letzte Teil des Gedichts, der von der Autofahrt im Maienmorgen spricht, unterstreicht die sorglose und genussvolle Atmosphäre. Die Zeile "So genieße ich den Rest" könnte darauf hindeuten, dass die Autorin sich bewusst ist, dass dies möglicherweise ihre letzten glücklichen Momente sind, und sie daher umso intensiver zelebriert. Das Gedicht vermittelt insgesamt ein Gefühl von Vergänglichkeit, Schönheit und dem bewussten Genuss des Lebens im Hier und Jetzt.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Alliteration
- süße Geigen
- Anapher
- O! Ihr holden Maiennächte! O! Wie wir im Auto beben
- Hyperbel
- So genieße ich den Rest
- Metapher
- die Allee voll Fliederduft
- Personifikation
- Blindes Haar weht in der Luft
- Rhetorische Frage
- Wird dies sein mein letzter Reigen?
- Symbolik
- Budapest im Mai