Brücke der Angst
1894Zitterst du vor der Brücke, Schreckt dich ihr düsteres Kleid? Oder ahnst du die Lücke -? Stürzest ja doch in ein Leid.
Wage jetzt deine Schritte, klopft auch zum Sterben das Herz. Bald umfängt dich die Mitte, ein Abgrund dunkel von Schmerz.
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Interpretation
Das Gedicht "Brücke der Angst" von Francisca Stoecklin handelt von der Angst vor einem ungewissen Schritt, der zu einem schmerzhaften Absturz führen kann. Die Brücke symbolisiert dabei den Übergang von einer Lebensphase zur nächsten, der mit Unsicherheit und Furcht verbunden ist. Im ersten Vers wird die Angst vor der Brücke beschrieben, die durch ihr düsteres Kleid zusätzlich verstärkt wird. Die Lücke, die sich in der Brücke auftut, symbolisiert das Unbekannte, das auf der anderen Seite lauert. Der letzte Vers deutet darauf hin, dass der Absturz in ein Leid unausweichlich ist, egal ob man die Brücke überquert oder nicht. Im zweiten Vers wird aufgefordert, trotz der Angst die Schritte zu wagen. Das Klopfen des Herzens zum Sterben symbolisiert die extreme Anspannung und Nervosität, die mit diesem Schritt einhergeht. Der letzte Vers deutet darauf hin, dass man sich in der Mitte der Brücke befindet und von einem Abgrund umgeben ist, der von Schmerz und Dunkelheit geprägt ist. Insgesamt vermittelt das Gedicht die Idee, dass das Leben voller Unsicherheiten und Ängste ist, aber dass man trotzdem mutig sein und die Schritte wagen muss, um voranzukommen. Es ermutigt dazu, die Angst zu überwinden und sich auf das Unbekannte einzulassen, auch wenn es schmerzhaft sein kann.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Alliteration
- Schritte, Sterben
- Bildsprache
- düsteres Kleid
- Kontrast
- Zitterst du vor der Brücke... Stürzest ja doch in ein Leid
- Metapher
- Brücke der Angst
- Personifikation
- klopft auch zum Sterben das Herz
- Rhetorische Frage
- Zitterst du vor der Brücke, Schreckt dich ihr düsteres Kleid? Oder ahnst du die Lücke -?
- Symbolik
- Abgrund dunkel von Schmerz