Brand

Gerrit Engelke

1921

Wie lange soll dies Wüten dauern? Wie lange halten dieses Leibes Mauern?

Soll nicht der Zweifel mit irrer Hand In dieses Haus, von Glut durchschwült, Von Drang durchwühlt, Von Leidenschaft wild durchglüht, Den Brand Schleudern, daß die Flamme aus dem Giebel sprüht?

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Illustration zu Brand

Interpretation

Das Gedicht "Brand" von Gerrit Engelke beschäftigt sich mit der Intensität menschlicher Emotionen und dem unausweichlichen Verfall, der durch ungezügelte Leidenschaft entstehen kann. Es stellt die Frage nach der Dauerhaftigkeit solcher emotionalen Zustände und fragt, ob der Zweifel, symbolisiert durch eine "irre Hand", das in Glut und Drang versunkene Haus der Leidenschaft zum Einsturz bringen wird. Die Metapher des Hauses steht für den menschlichen Körper oder die Seele, die von äußeren und innnerlichen Kräften bedroht wird. Die Bilder von Glut, Drang und wilder Glut unterstreichen die Intensität der beschriebenen Emotionen. Die Glut symbolisiert die Hitze der Leidenschaft, der Drang steht für das innere Streben und die wilde Glut für die unkontrollierbare Natur dieser Gefühle. Der Zweifel wird als zerstörerische Kraft dargestellt, die das Potenzial hat, das gesamte Gebäude zum Einsturz zu bringen und die Flammen aus dem Giebel schießen zu lassen. Das Gedicht endet mit einer Frage, die den Leser zum Nachdenken über die Natur der Leidenschaft und ihre Konsequenzen anregt. Es stellt die Frage, ob die Intensität der Emotionen letztendlich zu einem "Brand" führt, der alles verzehrt, oder ob es einen Weg gibt, die Flammen zu kontrollieren und zu zähmen. Die unbeantwortete Frage lässt Raum für Interpretation und Reflexion über die menschliche Natur und die Rolle der Leidenschaft im Leben.

Schlüsselwörter

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Wortwolke

Wortwolke zu Brand

Stilmittel

Bildsprache
daß die Flamme aus dem Giebel sprüht
Frage
Wie lange soll dies Wüten dauern? Wie lange halten dieses Leibes Mauern?
Metapher
Den Brand
Personifikation
Soll nicht der Zweifel mit irrer Hand