Botschaft
1800Wehe, Lüftchen, lind und lieblich Um die Wange der Geliebten, Spiele zart in ihrer Locke, Eile nicht, hinweg zu fliehn! Tut sie dann vielleicht die Frage, Wie es um mich Armen stehe, Sprich: Unendlich war sein Wehe, Höchst bedenklich seine Lage; Aber jetzo kann er hoffen, Wieder herrlich aufzuleben, Denn du, Holde, denkst an ihn.
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Interpretation
Das Gedicht "Botschaft" von Georg Friedrich Daumer ist eine lyrische Reflexion über Sehnsucht und die Hoffnung auf Erwiderung. Der Sprecher wendet sich an ein sanftes Lüftchen, das er bittet, eine Botschaft an seine Geliebte zu überbringen. Die zarten Bewegungen des Windes dienen als Metapher für die zarte Natur der Liebe und die Sorgfalt, mit der die Botschaft übermittelt werden soll. In den folgenden Strophen bittet der Sprecher das Lüftchen, bei der Geliebten zu verweilen und sich nicht zu eilen. Er möchte, dass das Lüftchen ihr von seinem unendlichen Leid und seiner bedenklichen Lage berichtet, aber auch von seiner neu gewonnenen Hoffnung. Die Hoffnung gründet sich darauf, dass die Geliebte an ihn denkt, was auf eine mögliche Erwiderung seiner Gefühle hindeutet. Das Gedicht endet mit einer optimistischen Note, da der Sprecher darauf hofft, durch die Gedanken der Geliebten wieder "herrlich aufzuleben". Die lyrische Figur verwendet das Lüftchen als Boten, um die Distanz zwischen ihm und seiner Geliebten zu überbrücken und seine inneren Gefühle nach außen zu tragen.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Apostrophe
- Wehe, Lüftchen, lind und lieblich
- Hyperbel
- Unendlich war sein Wehe
- Imperativ
- Eile nicht, hinweg zu fliehn!
- Metapher
- Unendlich war sein Wehe
- Personifikation
- Lüftchen, lind und lieblich / Um die Wange der Geliebten / Spiele zart in ihrer Locke