Boleslaus der Vierte von Oppeln
1799Als Boleslaus zu sterben kam, Geistlichen Trost er nicht annahm. Stolz rief er zu dem Dienertroß: »Führt her mein allerbestes Roß,
Und tut mir an mein Fürstenkleid, Mein Panzerhemd und licht Geschmeid.«
Man kleidet ihn und setzt gemach Ihn auf das Roß, der Herzog sprach:
»Zu Fuße möchte nicht fürstlich sein, So gehts zu Roß zur Höllenpein!«
Drauf setzet er die Sporen ein Und jaget über Stock und Stein! –
Doch hinter ihm ward eine Schar Von schwarzen Reutern offenbar!
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Interpretation
Das Gedicht "Boleslaus der Vierte von Oppeln" von August Kopisch handelt von einem stolzen Herzog, der sich weigert, geistlichen Trost anzunehmen, als er stirbt. Stattdessen besteht er darauf, in seiner fürstlichen Kleidung auf seinem besten Pferd zur Hölle zu reiten. Seine Arroganz und sein Stolz führen dazu, dass er sich weigert, auf menschliche Weise zu sterben, und stattdessen einen dramatischen und trotzigen Ausgang wählt. Das Gedicht verwendet eine einfache, aber effektive Sprache, um die Charaktereigenschaften des Herzogs und die Ironie seiner Entscheidung zu verdeutlichen. Die Handlung des Herzogs, sich weigern, auf menschliche Weise zu sterben, und stattdessen in seiner fürstlichen Kleidung auf seinem Pferd zur Hölle zu reiten, symbolisiert seinen Stolz und seine Arroganz. Die Tatsache, dass er geistlichen Trost ablehnt, zeigt seinen Mangel an Demut und seine Weigerung, sich seiner Sterblichkeit zu stellen. Das Gedicht verwendet eine klare und direkte Sprache, um die Charaktereigenschaften des Herzogs und die Ironie seiner Entscheidung zu verdeutlichen. Die letzte Strophe des Gedichts, in der eine Schar schwarzer Reiter hinter dem Herzog erscheint, deutet darauf hin, dass sein stolzer Ausgang nicht unbeobachtet bleibt. Es könnte sich um eine symbolische Darstellung seiner Verdammung oder um eine Darstellung der Konsequenzen seiner Arroganz handeln. Das Gedicht endet mit einem Hauch von Ironie und einer Warnung vor den Gefahren des Stolzes und der Arroganz.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Alliteration
- Und tut mir an mein Fürstenkleid
- Bildlichkeit
- Und tut mir an mein Fürstenkleid
- Hyperbel
- Und jaget über Stock und Stein
- Ironie
- Zu Fuße möchte nicht fürstlich sein, So gehts zu Roß zur Höllenpein
- Kontrast
- Zu Fuße möchte nicht fürstlich sein, So gehts zu Roß zur Höllenpein
- Metapher
- Höllenpein
- Personifikation
- Geistlichen Trost
- Symbolik
- Licht Geschmeid