Bohren
1772Man muß das Brett bohren, wo es am dicksten ist.
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Interpretation
Das Gedicht "Bohren" von Friedrich Schlegel ist ein kurzes, aber tiefgründiges Werk, das in nur zwei Zeilen eine philosophische Botschaft vermittelt. Die Metapher des Bohrens in das dickste Brett symbolisiert die Notwendigkeit, sich den größten Herausforderungen oder den schwierigsten Problemen zu stellen. Es suggeriert, dass wahre Erkenntnis oder Fortschritt nur durch das Eindringen in die dichtesten oder komplexesten Materien erreicht werden kann. Die Kürze des Gedichts unterstreicht seine Intensität und lässt Raum für verschiedene Interpretationen. Es könnte als Aufruf verstanden werden, sich nicht vor den schwierigsten Aufgaben zu drücken, sondern sie direkt anzugehen. Das "Brett" könnte als Metapher für ein Hindernis, ein Problem oder sogar das menschliche Bewusstsein stehen, das durchdrungen werden muss, um zu tieferem Verständnis zu gelangen. In einem weiteren Sinne könnte das Gedicht auch die Idee der gründlichen Untersuchung und des kritischen Denkens fördern. Es ermutigt dazu, über die Oberfläche hinauszugehen und sich den Kern der Dinge zu erschließen. Dies könnte sowohl in einem intellektuellen als auch in einem praktischen Kontext gelten, wobei der Schwerpunkt auf der Bedeutung von Ausdauer und Tiefe in allen Bemühungen liegt.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Bildsprache
- Das Gedicht verwendet das Bild des Bohrens in ein dickes Brett als Metapher für das Anpacken der schwierigsten oder wichtigsten Aufgaben.
- Metapher
- Man muß das Brett bohren, wo es am dicksten ist.