Bös und gut
1909Wie kam ich nur aus jenem Frieden Ins Weltgetös? Was einst vereint, hat sich geschieden, Und das ist bös.
Nun bin ich nicht geneigt zum Geben, Nun heißt es: Nimm! Ja, ich muß töten, um zu leben, Und das ist schlimm.
Doch eine Sehnsucht blieb zurücke, Die niemals ruht. Sie zieht mich heim zum alten Glücke, Und das ist gut.
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Interpretation
Das Gedicht "Bös und gut" von Wilhelm Busch beschreibt den Konflikt zwischen Gut und Böse, der in jedem Menschen existiert. Der Sprecher reflektiert über seinen Weg aus einem friedlichen Zustand in die chaotische Welt, was er als "bös" empfindet. Er beschreibt, wie er nun gezwungen ist, egoistisch zu sein und andere zu überleben, was er als "schlimm" empfindet. Doch trotz dieser negativen Aspekte gibt es eine Sehnsucht in ihm, die ihn zurück zum alten Glück zieht. Diese Sehnsucht wird als "gut" beschrieben und zeigt, dass es auch eine positive Seite in jedem Menschen gibt. Das Gedicht verdeutlicht somit den inneren Kampf zwischen Gut und Böse und die Hoffnung auf eine Rückkehr zum Frieden und Glück.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Gegensatz
- Was einst vereint, hat sich geschieden, / Und das ist bös.
- Hyperbel
- Ich muß töten, um zu leben
- Kontrast
- Nun bin ich nicht geneigt zum Geben, / Nun heißt es: Nimm!
- Metapher
- Weltgetös
- Parallelismus
- Wie kam ich nur aus jenem Frieden / Ins Weltgetös?
- Personifikation
- Sie zieht mich heim zum alten Glücke
- Wiederholung
- Und das ist bös. / Und das ist schlimm. / Und das ist gut.