Blumen

Theodor Storm

1885

Dem Augenarzt von seinen Kranken

Sie kommen aus dem Schoß der Nacht; Doch wären unten sie geblieben, Wenn nicht das Licht mit seiner Macht Hinauf ins Leben sie getrieben.

Holdselig aus der Erde bricht′s Und blüht nun über alle Schranken; Du bist der Freund des holden Lichts; Laß dir des Lichtes Kinder danken!

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Illustration zu Blumen

Interpretation

Das Gedicht "Blumen" von Theodor Storm ist eine poetische Hommage an einen Augenarzt und seine heilende Tätigkeit. Die Blumen werden als Metapher für die Patienten des Arztes verwendet, die aus der Dunkelheit der Nacht kommen, aber durch das Licht ins Leben getrieben wurden. Der Arzt wird als Freund des Lichts dargestellt, der den Blumen, also den Patienten, das Leben und die Möglichkeit zu blühen ermöglicht hat. In den ersten beiden Strophen wird die Entstehung der Blumen beschrieben. Sie kommen aus der Nacht, aus der Dunkelheit, aber das Licht hat sie ins Leben getrieben. Dies kann als Metapher für die Krankheit und die Heilung verstanden werden. Die Patienten waren in der Dunkelheit der Krankheit gefangen, aber durch die heilende Kraft des Arztes wurden sie ins Leben zurückgeführt. Die letzte Strophe ist eine Art Danksagung an den Arzt. Die Blumen, also die geheilten Patienten, danken dem Arzt für seine heilende Tätigkeit. Sie blühen nun über alle Schranken, was als Zeichen ihrer Genesung und ihres neu gewonnenen Lebens verstanden werden kann. Der Arzt wird als Freund des Lichts bezeichnet, was seine Rolle als Heiler und Lebensspender unterstreicht.

Schlüsselwörter

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Stilmittel

Anrede
Du bist der Freund des holden Lichts; Laß dir des Lichtes Kinder danken!
Bildsprache
Holdselig aus der Erde bricht′s Und blüht nun über alle Schranken
Metapher
Sie kommen aus dem Schoß der Nacht
Personifikation
Doch wären unten sie geblieben, Wenn nicht das Licht mit seiner Macht Hinauf ins Leben sie getrieben