Blühen

Stefan Zweig

1881

Die Mädchen in den ersten Tagen  Des Frühlings sind so wunderbar.  Noch wissen sie es nicht zu sagen  Und fühlen doch wie Kronentragen  Die Blüten hoch in ihrem Haar. Des Windes leisen Violinen  Wandern sie nach im Lenzgebet,  Und eine Sehnsucht ist in ihnen,  Die ihre blassen Träumermienen  Mit vielen Feuern überweht. Und aller Dinge dumpfes Streben  Gewinnt in ihnen seinen Sinn.  Der jungen Erde Rausch und Beben,  Sie tragen es mit ihrem Leben  Schon träumend in den Frühling hin.

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Illustration zu Blühen

Interpretation

Das Gedicht "Blühen" von Stefan Zweig beschreibt die Verzauberung und Schönheit junger Mädchen in den ersten Tagen des Frühlings. Die Mädchen sind wie die Natur selbst, die im Frühling zu blühen beginnt. Sie tragen die Blüten in ihrem Haar wie eine Krone und sind von einer Sehnsucht erfüllt, die ihre Gesichter mit vielen Feuern überweht. Die Mädchen sind wie Instrumente des Windes, die im Frühlingsgebet wandern. Sie sind Teil des natürlichen Zyklus von Wachstum und Veränderung, der im Frühling beginnt. Die Sehnsucht, die sie empfinden, ist Teil dieses Zyklus und gibt ihrem Leben einen tieferen Sinn. Das Gedicht beschreibt auch die Verbindung zwischen den Mädchen und der Natur. Die Mädchen tragen den Rausch und das Beben der jungen Erde in sich und bringen sie mit ihrem Leben in den Frühling. Sie sind Teil des natürlichen Flusses des Lebens und tragen dazu bei, dass die Natur weiterhin blüht und gedeiht.

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Stilmittel

Metapher
Sie tragen es mit ihrem Leben / Schon träumend in den Frühling hin.
Personifikation
Des Windes leisen Violinen