Bläuliche Flammen

Paul Scheerbart

1863

In dieser Nacht sah ich ein Kind, Das lachte mich an. Es hat das Lachen in dieser Nacht Mir wohlgethan. Über die Haide wogten Große bläuliche Flammen. Die haben den Himmel ganz hell gemacht, Dazu hat das Kind noch viel mehr gelacht. Wir lachten beide zusammen Über die bläulichen Flammen.

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Illustration zu Bläuliche Flammen

Interpretation

Das Gedicht "Bläuliche Flamme" von Paul Scheerbart erzählt von einer nächtlichen Begegnung zwischen dem lyrischen Ich und einem Kind, das es anlacht. Die Begegnung und das Lachen des Kindes haben eine positive Wirkung auf das lyrische Ich und tun ihm "wohl". Die Stimmung ist zunächst freundlich und heiter. Die Szene weitet sich aus, als über die Heide große bläuliche Flammen wogen. Diese Flammen erhellen den Himmel auf eine besondere Weise. Das Kind lacht noch mehr über die ungewöhnlichen bläulichen Flammen. Das lyrische Ich schließt sich dem kindlichen Lachen an und lacht gemeinsam mit dem Kind über die bläulichen Flammen. Es entsteht eine Verbindung zwischen dem lyrischen Ich und dem Kind durch das geteilte Erleben und Lachen über das außergewöhnliche Naturschauspiel. Das Gedicht vermittelt eine Atmosphäre von kindlicher Freude, Staunen und einer besonderen Verbundenheit mit der Natur. Die bläulichen Flammen haben etwas Magisches und Ungewöhnliches. Durch das kindliche Lachen bekommt die Szene einen märchenhaften, fast surrealen Charakter. Das Gedicht lädt dazu ein, die Welt mit den Augen eines Kindes zu sehen und in einfachen Dingen Freude und Wunder zu entdecken.

Schlüsselwörter

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Stilmittel

Bildsprache
Über die Haide wogten Große bläuliche Flammen
Metapher
Große bläuliche Flammen
Parallelismus
Wir lachten beide zusammen Über die bläulichen Flammen
Personifikation
Das Kind lachte mich an.