Bitte
1850Weil′ auf mir, du dunkles Auge, Uebe deine ganze Macht, Ernste, milde, träumerische, Unergründlich süße Nacht!
Nimm mit deinem Zauberdunkel Diese Welt von hinnen mir, Das du über meinem Leben Einsam schwebest für und für.
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Interpretation
Das Gedicht "Bitte" von Nikolaus Lenau ist ein leidenschaftliches Plädoyer an ein dunkles Auge, das den Sprecher mit seiner ganzen Macht ergreifen soll. Das Auge wird als ernst, mild und träumerisch beschrieben, eine unergründlich süße Nacht, die den Sprecher in ihren Bann zieht. Der Sprecher bittet das Auge, mit seinem Zauberdunkel die Welt von ihm zu nehmen und über seinem Leben einsam zu schweben. Es scheint, als wolle er der Realität entfliehen und sich ganz der Faszination dieses dunklen Auges hingeben. Die Wiederholung des Wortes "für und für" am Ende des Gedichts verstärkt diesen Eindruck und lässt vermuten, dass der Sprecher eine ewige Verbindung mit dem Auge anstrebt. Insgesamt vermittelt das Gedicht eine starke emotionale Intensität und eine Sehnsucht nach einer tiefen, geheimnisvollen Verbindung. Der Sprecher scheint bereit, sich ganz der Macht des dunklen Auges zu überlassen und die Welt um sich herum zu vergessen. Das Gedicht kann als Ausdruck einer leidenschaftlichen, fast schon obsessiven Liebe oder Sehnsucht interpretiert werden.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Apostrophe
- Weil′ auf mir, du dunkles Auge,
- Hyperbel
- Uebe deine ganze Macht
- Metapher
- Nimm mit deinem Zauberdunkel Diese Welt von hinnen mir
- Personifikation
- Ernste, milde, träumerische, Unergründlich süße Nacht!
- Symbol
- Das du über meinem Leben Einsam schwebest für und für