Bitte
1854Liebster Schatz, i bitt di schön: Wann wir uns nit werden seh′n, In deinem Herzen das Körnlein heg,′ Körnlein Liebe heg′ ind pfleg′!
Und wenn i dann mal wieder kumm, Liebster Schatz, i bitt di drum: Dann ist′s ein großer Baum, nit wahr? Der uns schattet immerdar!
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Interpretation
Das Gedicht "Bitte" von Hans Schmidt handelt von einer tiefen und beständigen Liebe, die auch über eine vorübergehende Trennung hinaus Bestand hat. Der Sprecher bittet seinen Schatz, ein "Körnlein Liebe" in seinem Herzen zu bewahren und zu pflegen, während sie getrennt sind. Dieses Körnlein symbolisiert die Liebe, die der Sprecher in der Ferne nicht direkt pflegen kann. Der Sprecher hofft, dass das Körnlein Liebe in der Zeit der Trennung zu einem großen Baum heranwächst. Der Baum steht metaphorisch für die gewachsene und gereifte Liebe, die durch die Trennung noch stärker geworden ist. Der Sprecher verspricht, dass dieser Baum sie "immerdar" beschützen und ihnen Schatten spenden wird, was die Beständigkeit und den Schutz der Liebe symbolisiert. Die Sprache des Gedichts ist einfach und volkstümlich gehalten, was die Aufrichtigkeit und die tiefen Gefühle des Sprechers unterstreicht. Die Wiederholung des Wortes "bitt" betont die Dringlichkeit und die Wichtigkeit der Bitte. Das Gedicht vermittelt eine romantische und hoffnungsvolle Stimmung, die die Kraft der Liebe über die Zeit und die Entfernung hinweg feiert.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Anrede
- Liebster Schatz
- Hyperbel
- uns schattet immerdar
- Metapher
- Körnlein Liebe
- Vergleich
- großer Baum
- Wiederholung
- i bitt di