bfirr bfirr...
1912bfirr bfirr ongog rorr sss dumpa feif dirri chu gaba raur ss
Anhören
Das Gedicht als Bild, zum Downloaden und Teilen

Interpretation
Das Gedicht "bfirr bfirr..." von Hugo Ball ist ein typisches Beispiel für die Lautgedichte der Dada-Bewegung. Es besteht aus einer Aneinanderreihung von scheinbar sinnlosen Lautfolgen, die keinerlei semantische Bedeutung tragen. Die Worte "bfirr", "ongog", "rorr", "sss", "dumpa", "feif dirri", "chu gaba", "raur" und "ss" sind reine Klanggebilde, die durch ihre rhythmische Anordnung und die Wiederholung bestimmter Lautmuster eine musikalische Qualität erhalten. Die Struktur des Gedichts ist streng formalisiert. Es besteht aus acht Zeilen, die jeweils eine oder zwei Klangwörter enthalten. Die Zeilen sind gleichmäßig verteilt, was dem Gedicht eine symmetrische visuelle Gestalt verleiht. Die Wiederholung von "bfirr" am Anfang und "ss" am Ende könnte als eine Art Rahmen oder Klammerung des Gedichts verstanden werden. Die Dadaisten, zu denen auch Hugo Ball gehörte, lehnten traditionelle poetische Formen und Bedeutungen ab. Sie suchten nach neuen Ausdrucksformen, die die Absurdität und den Chaos der modernen Welt widerspiegeln sollten. "bfirr bfirr..." verkörpert diese Absicht, indem es die Sprache auf ihre lautliche Ebene reduziert und so die willkürliche Natur sprachlicher Zeichen offenlegt. Das Gedicht lädt den Leser oder Hörer ein, sich auf die reine Klanglichkeit der Worte einzulassen und eigene Assoziationen und Interpretationen zu entwickeln, ohne durch vorgegebene Bedeutungen eingeschränkt zu sein.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Onomatopoesie
- ss