Bewöllkter Abend
1911Der Klee hat sich gefaltet, Die Sonne geht zur Ruh′, In Wolken wie erkaltet Sinkt sie der Tiefe zu.
Noch ehe sie geschieden, Ihr Blick sich schon verlor, Der Seele selbst, der müden, Legt sich ein Schleier vor.
Anhören
Das Gedicht als Bild, zum Downloaden und Teilen

Interpretation
Das Gedicht "Bewöllkter Abend" von Martin Greif beschreibt den Übergang vom Tag zur Nacht. Es beginnt mit dem Bild des gefalteten Klees, der sich auf die Nacht vorbereitet, und der untergehenden Sonne, die sich in Wolken verliert. Die Sonne wird als müde und erkaltet dargestellt, was den melancholischen Ton des Gedichts unterstreicht. Im zweiten Teil des Gedichts wird die Seele als müde und von einem Schleier verhüllt dargestellt. Dieser Schleier könnte als Metapher für die Dunkelheit der Nacht oder für die Müdigkeit und Erschöpfung des Tages gesehen werden. Die Seele, die sich vor dem Verlust des Blicks der Sonne schützt, könnte auch als Symbol für die menschliche Sehnsucht nach Licht und Wärme interpretiert werden. Insgesamt vermittelt das Gedicht eine Stimmung der Ruhe und Melancholie, die den Übergang vom Tag zur Nacht begleitet. Es lädt den Leser ein, über die Vergänglichkeit des Lebens und die Schönheit der Natur nachzudenken.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Bildsprache
- In Wolken wie erkaltet Sinkt sie der Tiefe zu
- Metapher
- Die Sonne geht zur Ruh'
- Personifikation
- Der Seele selbst, der müden, Legt sich ein Schleier vor
- Symbolik
- Der Seele selbst, der müden, Legt sich ein Schleier vor