Besitz

Ludwig Eichrodt

1856

Das hat mich oft dem Glück Der Götter nahgebracht, Erwog ich treu, wie Liebe glücklich macht; Nicht aber in schmachtender duftiger Fern, Nein nein, recht in der Nähe lieb ich gern.

Es ist mein lieber Schatz Ein frisches junges Blut, Das Arm in Arm an meiner Seite ruht; Nicht aber voll klagender nagender Pein, Nein nein, recht voll von Küssen soll die Liebe sein.

Durch unsre Pulse schwellt Das Feuer und die Kraft, Wir halten uns zweibeid in süßer Haft; Nicht aber in duftiger klagender Fern - Nein nein, so ganz und heftig lieben wir gern.

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Illustration zu Besitz

Interpretation

Das Gedicht "Besitz" von Ludwig Eichrodt beschreibt die tiefe Sehnsucht und das Glück, das der Sprecher in der Liebe findet. Er betont, dass wahre Liebe nicht in der Ferne, sondern in der Nähe gedeiht. Die Nähe ermöglicht es, die Liebe in ihrer vollen Intensität zu erleben und zu genießen. Der Sprecher beschreibt seinen Schatz als ein "frisches junges Blut", das an seiner Seite ruht. Diese Beschreibung vermittelt ein Gefühl von Vitalität und Leidenschaft. Die Liebe wird als etwas dargestellt, das voller Küsse sein soll, im Gegensatz zu nagenden Schmerzen und Klagen. Der Sprecher sehnt sich nach einer Liebe, die von Freude und Glück erfüllt ist. Die letzte Strophe betont die Intensität der Liebe, die durch die Pulse fließt und beide Liebenden in einer süßen Haft hält. Der Sprecher und sein Schatz sind von einem Feuer und einer Kraft erfüllt, die ihre Liebe noch stärker machen. Die Liebe wird als etwas dargestellt, das nicht in der Ferne, sondern in der Nähe gedeiht und in seiner ganzen Intensität genossen werden soll.

Schlüsselwörter

liebe duftiger fern recht gern arm voll klagender

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Stilmittel

Anapher
Nein nein
Gegenüberstellung
Nicht aber voll klagender nagender Pein, Nein nein, recht voll von Küssen soll die Liebe sein.
Metapher
Das Feuer und die Kraft
Parallelismus
Nicht aber in schmachtender duftiger Fern, Nein nein, recht in der Nähe lieb ich gern.
Wiederholung
Nicht aber in duftiger klagender Fern