Beruhigt
1832Zwei mal zwei gleich vier ist Wahrheit. Schade, daß sie leicht und leer ist, Denn ich wollte lieber Klarheit Über das, was voll und schwer ist.
Emsig sucht ich aufzufinden, Was im tiefsten Grunde wurzelt, Lief umher nach allen Winden Und bin oft dabei gepurzelt.
Endlich baut ich eine Hütte. Still nun zwischen ihren Wänden Sitz ich in der Welten Mitte, Unbekümmert um die Enden.
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Interpretation
Das Gedicht "Beruhigt" von Wilhelm Busch reflektiert über die Suche nach tieferer Wahrheit und Erkenntnis. Der Sprecher beginnt mit der Erkenntnis, dass mathematische Wahrheiten wie "zwei mal zwei gleich vier" zwar korrekt, aber zu einfach und oberflächlich sind. Er sehnt sich nach einer umfassenderen und tieferen Erkenntnis, die schwer und voller Bedeutung ist. Die Suche nach dieser tieferen Wahrheit wird als mühsam und oft von Rückschlägen geprägt dargestellt. Der Sprecher sucht eifrig nach dem, was im tiefsten Grunde wurzelt, und läuft umher, um Antworten zu finden. Dabei stolpert er oft und fällt, was die Schwierigkeiten und Frustrationen auf dem Weg zur Erkenntnis symbolisiert. Schließlich findet der Sprecher einen Ort der Ruhe und Zufriedenheit in einer Hütte, in der er in der Mitte der Welt sitzt. Hier ist er unbekümmert um die Enden, was bedeutet, dass er die Sorgen und Fragen der äußeren Welt hinter sich gelassen hat. In dieser Stille und Abgeschiedenheit hat er eine Art inneren Frieden gefunden, der ihm die tiefe Erkenntnis bringt, nach der er gesucht hat.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Bildsprache
- Endlich baut ich eine Hütte
- Hyperbel
- Lief umher nach allen Winden
- Metapher
- Ich wollte lieber Klarheit Über das, was voll und schwer ist
- Personifikation
- Zwei mal zwei gleich vier ist Wahrheit
- Reimschema
- AABB
- Symbolik
- Sitz ich in der Welten Mitte